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Montag, 23. September 2013

Von nächtlichen Cookie-Back-Aktionen und California Rolls

Mein Heißhunger auf jegliche tollen Lebensmittel und Speisen scheint zwischen 23:00 und 24:00 Uhr jeden Tag einen neuen Höchstwert zu erreichen, vor Allem Sonntags. Ich kann es meist kaum abwarten, am nächsten Tag in den Supermarkt zu düsen und Zutaten für irgendwelche Rezepte zu kaufen, die ich auf unzähligen Blogs und Rezepteseiten entdecke. Dieses Wochenende habe ich dem täglichen Spektakel die Krone aufgesetzt:

Nach einer wahren Sushi-Orgie am Freitag bekam ich gegen Mitternacht plötzlich unglaubliche Lust auf Kuchen. Und ich hätte auch Kuchen gebacken, aber da Kekse (die fast so toll sind wie Kuchen) einfach schneller gehen und warm auch super schmecken, habe ich mich dafür entschieden ein Rezept aus meinem neuen Cookie-Buch zu backen.
So saßen wir also um halb eins nachts mit einem Blech frisch gebackener Cookies vor dem Fernseher! :-D 


Am Freitag habe ich dann auch das erste Mal California Rolls bzw. Inside-Out-Sushi (gute Anleitung dazu HIER) gemacht. Als wir neulich bei Fräulein ChiChi Sushi essen waren, haben wir uns dort die "Philly Inside Out"-Rolle bestellt. Diese war mit Avocado, Gurke, Rucola und Frischkäse gefüllt, außen war natürlich Sesam und was ich besonders tricky fand kleine Schnittlauchröllchen! Das wollte ich unbedingt nachmachen. Den Frischkäse habe ich dabei jedoch weggelassen, Rucola hatte ich leider keinen mehr bekommen und dennoch... Diese Kombination schmeckt wirklich gut, vor Allem der Schnittlauch!

Die zweite Inside-Out-Rolle habe ich mit weißem Spargel und blanchierten Frühlingszwiebeln gefüllt. Für alle die Spargel mögen, ist das ein Traum. Die Kombination schmeckt einfach so herrlich frisch, und die Frühlingszwiebeln sind knackig! Die Idee, Frühlingszwiebeln als Sushifüllung zu benutzen, kam mir... sagen wir mal... fast im Schlaf. ;-) Habe ich erwähnt, dass ich total sushi-verrückt bin?

Die dritte Rolle war mit Avocado, Spargel und Mayonnaise gefüllt. Das mit der Mayo musste ich einfach mal ausprobieren, denn ich liebe "cremiges Sushi", wie ich es so schön nenne. Also eben weiche Füllungen wie Avocado oder auch Frischkäse. Als Abwechslung war das mal ganz nett, mit der Mayo, aber ich muss sagen, dass mir der Geschmack dann doch zu dominant war. Ich liebe Sushi und diesen Geschmack sowie auch das Mundgefühl der Kombination von Sojasauce, Reis und Füllung, und ich will eigentlich nicht, dass dieser tolle Genuss durch Mayo überdeckt wird. Daher werde ich sie nicht mehr im Sushi benutzen! ;-)


Neben Sushi und Cookies gab es vorige Woche auch veganen Flammkuchen nach diesem Rezept. Da ich nicht genug Sojasahne hatte, habe ich zur Hälfte Reissahne genommen. Das hat funktioniert, aber ich denke, dass Sojasahne allein dort besser ist. Meine Familie und ich fanden es auf jeden Fall lecker! Meiner Meinung nach ist das Rezept aber auch noch ausbaufähig... was aber eher den Teig betrifft, als das Topping. Wahrscheinlich würde der Teig in einem Steinofen auch viel besser schmecken, seufz. Wie gerne hätte ich einen Steinofen! Bin ich die einzige 19-Jährige, die von Steinofen, Küchengeräten, Gewürzen und Co. schwärmt? ;-)

veganer Flammkuchen mit Räuchertofu

Dienstag, 23. Juli 2013

Spicy Almond-Apricot-Pie – Yummy Yummy in my Tummy!

Der Kuchen stand schon ewig auf meiner Liste, ich bin nur einfach nie dazu gekommen, ihn zu backen. Er ist aus dem Buch "Vegan Pie in the Sky", und auch dieser Kuchen war einfach wieder richtig toll. Aus den Büchern kann man wirklich blind alles nachbacken und es schmeckt (bisher) auch wirklich alles! Echt super...
Mittlerweile denke ich gar nicht mehr über Eier beim Backen nach. Meine Kuchen und Cupcakes werden alle so saftig, wer braucht schon Eier? Für mich ist es selbstverständlich geworden. Man braucht sie einfach nicht! Man kann Rezepte umrechnen, wie man will  da gibt's keine Probleme mehr mit ⅔ Eiern ;-)

Was ich jedoch an den Rezepten gar nicht mag, sind die amerikanischen Cup Angaben. Klar, irgendwann hat man alles einmal abgewogen, aber irgendwie nervt es trotzdem immer wieder. Mal ist ein Cup Mehl 120g, mal 150, usw. Das liegt daran, dass sich die Zutaten natürlich unter Druck verdichten. Diese Cups sind vielleicht bei Flüssigkeiten ganz nett, aber bei festen Zutaten einfach sowas von ungenau!!! Ich hasse das (aaaaaaaaah). :-D
Deshalb denke ich auch, dass die Angaben die ich für diesen Kuchen habe, nicht so ganz stimmen können, also gebe ich auch mal lieber die Cupangaben an...

Der Kuchen jedenfalls (um mich mal nicht weiter aufzuregen!), war wirklich lecker und saftig. Die Aprikosen habe ich aus der Dose genommen, die waren mir aber schon einen Ticken zu süß.


Almond-Apricot-Pie

⅔ cup (ca. 110g) gemahlene Mandeln
½ cups (ca. 220g) Mehl
2 TL Backpulver
½ TL Natron
½ TL Salz
¼ TL Zimt
¼ TL Caramon
250ml Sojamilch
2 TL Apfelessig oder Obstessig
⅔ cup (ca. 160g) Zucker
90 ml Öl
½ TL Vanilleextrakt
ein paar Tropfen Bittermandel-Aroma
Aprikosen (oder auch Pfirsiche oder Äpfel)

Ofen auf 180°C vorheizen. Den Boden Springform mit Backpapier auslegen und die Ränder mit Margarine einfetten.
In einer Rührschüssel gemahlene Mandeln, Mehl, Backpulver, Natron, Salz, Zimt und Cardamon mischen.
In einem Messbecher Sojamilch und Essig verrühren und etwas gerinnen lassen, dann Zucker, Öl, Vanille-Extrakt und Mandelaroma einrühren.

Bevor wir den Teig zusammenrühren, bereiten wir erst das Topping zu: Aprikosen oder Pfirsische von Stielen und Kernen befreien (wenn man keine aus der Dose nimmt) und in ca. 1cm dicke Scheiben schneiden. Den Rohrohrzucker (alternativ braunen Zucker) und Zimt gut mischen.

Nun den Teig zusammenrühren: eine Mulde in die trockenen Zutaten drücken und die Sojamilch-Mischung hineingeben. Mit einem Löffel oder einem Teigschaber mischen, bis sich alles vermischt hat (ein paar Klümpchen sind okay…). Den Teig in die Form geben und die Fruchtscheiben spiralförmig in den Teig drücken, dabei von außen nach innen arbeiten. Zuletzt die Zimt-Zucker-Mischung gleichmäßig auf den Pie streuen.

Auf der mittleren Schiene des Backofens ca. 45-50 Minuten backen, bis ein Zahnstocher in der Mitte des Pies mit ein paar feuchten Krümeln herauskommt (aber nicht flüssig!). Aus dem Ofen nehmen und auf einem Gitter etwa 20 Minuten abkühlen. Dann aus der Form lösen, Backpapier abziehen, und auf einer Kuchenplatte anrichten.

Mittwoch, 29. Mai 2013

Die wichtigsten Tage im Leben *zwinker*

Der Mai neigt sich dem Ende. Man macht nur kurz die Augen zu und schwupps, ist wieder ein halbes Jahr vorbei. Die Zeit vergeht im Moment so rasend schnell Wahnsinn!
Und obwohl alles so schnell geht, ziehen sich die Tage vor meiner mündlichen Prüfung unnormal quälend in die Länge. Ich kann es gar nicht erwarten, Freitagmorgen bin ich fertig und ich denke, dann wird mir ein riesiger Berg (Gruß an Jessi ;-D) vom Herzen fallen.
In den letzten Tagen vor der Prüfung fühle ich mich wie gelähmt, ich kann mich überhaupt nicht mehr konzentrieren und der Lernstoff fühlt sich so unglaublich weit weg an.
Aber hey, obwohl ich eigentlich lernen müsste / sollte / wollte, gibt es doch immer genug Ablenkung, nicht? ;-)
 
Letzte Woche gab's zum Beispiel 'ne Hochzeit und am Wochenende war das deutsche Champions League Finale in Wembley!
 
Die "Hochzeits"-Torte!

Ab Cousins und Cousinen wird die Benennung der Verwandschaftsverhältnisse ziemlich schwierig. Wie benenne ich deren Partner oder Kinder, ohne sie beim Namen zu nennen? Denn die "Schwägerin" der Frau meines Cousins (ohjeee) hatte wirklich ein paar süße Überraschungen neben der Masse an Torten und Kuchen gemacht, und zwar Cake Pops in verschiedenen Ausführungen (Dunkle u. helle Schokolade, Kokosraspel, Krokant) und kleine Bisquittörtchen, die sie mit einer Herzform ausgestochen hat. Alles liebevoll verpackt das war richtig süß! Und da mein Cousin und seine wunderschöne (*schnulz*) Frau einfach so was von toll sind, hat die ganze Familie Kuchen und Torten gebacken. Auf der Hochzeit gab es - bei aller Liebe - mehr als genug Kuchen. Gut, dass ich nichts mehr gebacken hatte! Aber seht selbst... ;-)
 
:-D

Für das Champions League Finale wollte ich dann auch etwas Besonderes machen, vor Allem, da wir nur "im kleinen Kreis" geschaut haben. Ich meine ein deutsches CL-Finale, das ist einfach legen-där.
Meine Heldin hatte vor Kurzem erst ein Rezept für Bananen-Brownies gepostet (Rezept gibts hier) und da ich sowieso mal wieder Brownies machen wollte, passte das ziemlich perfekt. Leider wurden die reifen Bananen, die ich mir EXTRA DAFÜR zur Seite gelegt hatte, gierig von irgendeinem Übeltäter hier verputzt Skandal! Ich hatte also nur gerade so reife Bananen hier, mit überreifen wären die Brownies viel besser und saftiger geworden!
Dennoch habe ich irgendwie ein Brownie-Trauma: entweder heizt unser Ofen zu stark oder ich bin einfach zu ängstlich; ich lasse sie immer zu lange drin! :-(
Trotzdem waren sie sehr lecker und bei der Deko habe ich mich nicht Lumpen lassen. Eine dicke Schicht Zuckerguss in Vereinsfarben, mit passenden Mini-Smarties und kleinen Fähnchen, die ich extra noch vorher gebastelt habe. Die Brownies habe ich dann in Aufstellung in meinem "Stadion" angerichtet, d.h. auf einem Tablett, was ich mit grünen Servietten ausgelegt hatte. Hab ich schonmal gesagt, dass ich detailverliebt bin? ;-)
Vorher gab's dann noch Kümmel-Kartoffelspalten mit ganz viel Tzaziki und veganer Mayo (die geht einfach sowas von schnell & einfach, genial), dazu noch Salat. Am Ende war fast alles weg! :-)
 


Sonntag, 24. März 2013

Schoko-Kokos-Cupcakes

Frühling?!

Es war mal wieder Resteverwertung angesagt. Im Küchenschrank hatte ich noch eine angefangene Packung Kokosraspeln gefunden. Es macht mir Riesenspaß, mich durch Vegan Cupcakes Take Over The World zu backen, bisher war jedes Rezept wirklich gut. Leider kann ich nicht jede Woche richtige Cupcakes, also mit schön Frosting und Verzierung, machen, denn das isst hier keiner. :-(
Ich war total verunsichert, da der Teig so fest war. Hatte noch ein paar Esslöffel mehr Kokosmilch rangegeben, nur um dann über dem Rezept zu lesen:

„This batter is a little thicker than most cake batters so don’t panic and think you did something wrong.“ ;-)

Bei Gelegenheit werde ich mal die Coffee Buttercream als Frosting für die Cupcakes ausprobieren und mit getoasteten Kokosraspeln oder Schokoladen-Kaffee-Bohnen verzieren. :-)
Diese habe ich lediglich mit weißer Kuvertüre besprenkelt. Die ist natürlich nicht vegan gewesen, aber irgendwann muss ich die Packung mal aufbrauchen, denn eigentlich mag ich weiße Kuvertüre / Schokolade nicht sooo gern... deshalb bleibt die auch immer übrig.

Schoko-Kokos-Cupcakes

175 g Mehl
45 g Kakaopulver
1 ½ TL Backpulver
¼ TL Salz
55 g Kokosfett
250 ml Kokosmilch
120 g Zucker
1 TL Vanilleextrakt
1 ½ EL Kokossirup, oder wenn vorhanden 1-2 TL Kokosextrakt
50 g Kokosraspel

Ofen auf 180°C vorheizen, Muffinform mit Papierförmchen auslegen.
Das Kokosfett in einem kleinen Topf bei niedriger Hitze schmelzen; abkühlen lassen. Mehl, Kakao, Backpulver und Salz mischen. In einer Rührschüssel Kokosmilch, Zucker, Vanille- und Kokosextrakt vermischen und anschließend das geschmolzene Kokosfett einrühren. Die Mehlmischung Löffel für Löffel einrühren und jedes Mal gut vermischen. Den Teig geschmeidig mixen. Zum Schluss die Kokosraspeln unterheben.
Den Teig zu 2/3 in die Förmchen einfüllen und für ca. 25 min bei 180°C backen. Direkt aus der Form lösen und auf einem Gitter auskühlen lassen.

Sonntag, 17. März 2013

Proteste & Gelüste


Meine Schulzeit neigt sich so langsam dem Ende zu und unsere Stufe hat zur Aufbesserung unserer Kasse fast jeden Freitag einen Kuchenverkauf veranstaltet. Am Freitag war der letzte :-(, und da bei uns die Lehrer regelrechte Kuchen-Buffet-Fräsen sind (sie kommen angeströmt, wenn man sich mit dem Tablett dem Lehrerzimmer nähert), dachte ich mir, ich biete ihnen mal was anspruchsvolleres als Rührkuchen. 

Bei Heldin wurde ich wieder fündig und habe diesen grandiosen Mandel-Beeren-Streuselkuchen gebacken. Der war wirklich herrlich: süß, sauer, weich, knusprig – eigentlich ein perfekter Streuselkuchen. Und der ging auch ratz-fatz weg in der Schule. Zum Glück hab‘ ich noch ein Stück ergattern können… Lecker!


Das Ganze war aber auch sehr eigennützig, denn der zurückgekehrte Winter mit Schnee und Eis – MITTE MÄRZ – ging mir gehörig auf die Nerven und somit war dieser sommerliche Kuchen mein Protest gegen dieses furchtbare, kalt-nasse Winterwetter. Ich kann’s echt nicht mehr sehen!

Mein nächster Protest war der selbstgemachte Fruchteistee, mit schwarzem Tee und einer Früchteteemischung, frischer Minze, Zitronensaft und etwas Grenadine. Fruchtig-frisch-lecker, aber mein Lieblingseistee ist und bleibt Pfirsicheistee. Meiner Meinung nach ist der von Nestea der Beste, da die aber zur Coke Company gehören, ist das ein starker innerer Konflikt für mich, dem ich irgendwie entgegenwirken muss. Habe mich bisher aber nicht an Pfirsicheistee herangewagt… das wird sich wahrscheinlich schon bald ändern!
Als Ansporn habe ich nämlich bei Tee Gschwendner zugeschlagen und mir einen wunderbar-duftenden mit Pfirsich aromatisierten Rooibos-Tee mitgenommen. Mal sehen! ;-)



Und nachdem ich dieses Wochenende leider nicht zum Backen sündiger Pie’s oder Cupcakes gekommen bin (nicht meine Schuld!!), wollte ich mich wenigstens IRGENDWIE in der Küche austoben – das ist schließlich mein Hobby. Mir Essen zu machen, kann mir zum Glück keiner verbieten, also gab es richtig geile (;D) Kartoffeln.

Seit mein Freund für mich mal selber Kartoffelspalten gemacht hat, sind wir total verrückt danach. Nach und nach haben wir dann unsere Lieblingsrezeptur bis hin zur Perfektion (nach unserem Geschmack) optimiert ;-) Am liebsten haben wir sie mit Kümmel; Rosmarin schmeckt aber auch super. Dazu gab’s heute Möhrchen und Kohloräbchen mit einer sahnigen Mehlschwitze. Früher war das einer meiner absoluten Lieblingsessen – Kohloräbchen mit „weißer“ Soße und Kartoffeln – und ist über die Jahre irgendwie in Vergessenheit geraten. Warum, weiß ich nicht, aber inzwischen ist Kohlrabi wieder regelmäßig bei uns im Kühlschrank und ich habe ihn wieder für mich entdeckt! :-)

Hunger!

Rustikale Kartoffelspalten
Für zwei Portionen

6-8 mittelgroße, festkochende Kartoffeln
2-3 EL Olivenöl
1 gestr. TL Salz
½ TL frisch gemahlenen Pfeffer
1 TL gemahlener Kümmel

Backofen auf 190°C (Umluft) vorheizen.
Kartoffeln waschen und abtrocknen. In einer größeren Schüssel das Olivenöl mit Salz, Pfeffer und Kümmel weites gehend vermischen (es wird sich nicht lösen). Die Kartoffeln in Spalten schneiden. Je nach Wunsch können diese dicker oder dünner sein, ich mag sie lieber dünn und kriege so meistens ca.12-15 Spalten aus einer Kartoffel (je nach Größe) raus.
Kartoffelspalten in die Schüssel geben und am besten mit den Händen alles gut vermengen, sodass alle Spalten mit der Marinade bedeckt sind. Ein Blech mit Backpapier auslegen und die Kartoffeln gleichmäßig darauf verteilen. Je nach Dicke der Spalten ca. 30-35 Minuten goldbraun backen. Dabei ist es nicht schlimm, wenn manche Stellen etwas dunkler werden.

Dazu essen wir am liebsten kräuterquark-ähnliche Dips aus Frischkäse und/oder Joghurt mit frischen Kräutern oder Minze und etwas Pfeffer.

Sonntag, 10. März 2013

Easy Peasy Bananen-Cupcakes

Es galt noch ein paar schon überreife Bananen zu verwerten. Für meinen Lieblingskuchen waren es leider nicht genug, also ab in mein schlaues Büchlein geschaut und diese einfachen Bananen-Cupcakes gebacken – aber ohne Frosting oder Glasur. Ich liebe Bananen in jeglicher Form, aber vor Allem Kuchen ist einfach so richtig schmackofatzig damit.


Bananen-Cupcakes (passt genau für 12 Cupcakes)
 
2 kleine Bananen
175 g Mehl
¼ TL Natron
1 TL Backpulver
½ TL Salz
90 g Zucker
80 ml Öl
160 ml Reismilch
1 TL Vanilleextrakt
n. B. geraspelte oder gehackte Schokolade

Ofen auf 180°C vorheizen.

Die Bananen sehr fein zerstampfen oder direkt im Mixer schön schaumig zerkleinern. In einer Schüssel Mehl, Natron, Backpulver und Zucker mischen. Öl, Reismilch, Vanille und die Bananen dazu geben und kurz vermischen, bis sich alles verbunden hat. Den Teig in ein mit Förmchen ausgelegtes Muffinblech füllen. Nach Belieben nun jeweils 1 TL geraspelte Schokolade auf den Teig geben und mit der Rückseite des Löffels oder mit einem Stäbchen die Stückchen etwas verrühren. Man kann die Schokolade natürlich auch direkt in den Teig geben, dann ist sie aber nicht so gleichmäßig verteilt und die Förmchen sind schwieriger zu befüllen.

Bei 180°C (Umluft) ca. 20-22 Minuten backen.

Freitag, 8. März 2013

Fiesta! – Part II: Süßer Nachgeschmack

Zu unserer gemütlichen Fiesta musste natürlich auch ein Nachtisch her. Ich habe lange über eine veganisierte Form der Creme Catalana oder Ähnliches nachgedacht, habe mich dann doch etwas eher fruchtigem zugewandt. Herausgekommen ist eine sehr exklusive Blutorangencreme, die total simpel und beliebig abwandelbar ist. Außerdem gab es noch ganz schön piratige Rum-Rosinen-Cupcakes aus Vegan Cupcakes Take Over The World – ich liebe dieses Buch! :D

Für die Creme habe ich den Blutorangen-Direktsaft von Aldi genommen. Blutorange ist natürlich viel herber und saurer als die übliche Orange, deshalb sollte man einen Teil des Saftes durch Wasser verdünnen, wenn man die Säure nicht so gut verträgt. Man kann natürlich auch anderen Saft nehmen oder auch mehr Sahne, wenn man das möchte.

Ich hatte die vegane Sprühsahne von Leha hier, die ich im Globus (!) bekommen habe. Sie war zwar nicht sehr steif und verlor relativ schnell ihre Form (siehe Bild), aber lecker war sie und da ich sie beim Globus kriege: TOP! :-) Schmeckt aber auch irgendwie viel leichter und lockerer, als normale Sprühsahne. Ich mag beide Varianten.


Blutorangencreme

500 ml Blutorangensaft (evtl. einen Teil durch Wasser ersetzen), oder anderer Saft
1 Pck. Puddingpulver, Vanille
4 EL Zucker
1 Becher (200g) Sahne

In 100 ml Saft Puddingpulver und Zucker möglichst klümpchenfrei anrühren. Den restlichen Saft aufkochen. Sobald der Saft kocht die Puddingmischung einrühren und unter Rühren mindestens 1 Minute kochen. Von der Hitze nehmen und abkühlen lassen. Während des Abkühlens immer wieder durchrühren.

Die Sahne steif schlagen und unter den Pudding heben. Das ganze entweder in eine große Schüssel oder in kleine Dessertgläschen füllen.
Entweder mit Sahne schichten oder mit passenden Früchten servieren.

Auf der Suche nach Licht...


Rum Raisin Cupcakes with Rum Glaze

Für den Teig
Etwa 100-120 g Rosinen, gehackt
1-2 EL Rum
200 ml Sojamilch
1 TL Apfelessig
90 ml Öl
150 g Zucker
1 EL Rum
1 EL Zuckerrübensirup
1 TL Vanilleextrakt
175 g Mehl
1 EL Speisestärke
¾ TL Backpulver
½ TL Natron
½ TL Salz
¼ TL Muskat, gerieben

Für den Glaze
60 ml Rum
3 EL Zucker
½ TL Vanilleextrakt
2 TL Margarine

Rosinen (mehr oder weniger nach Geschmack) mit 1-2 EL Rum mischen und ca. 30 Minuten beiseite stellen ; dabei immer wieder umrühren. Sojamilch und Essig mischen und ebenfalls ein paar Minuten beiseite stellen.
Ofen auf 180°C (Umluft) vorheizen.
In einer Schüssel Sojamilch mit Öl, Zucker, Sirup, Rum und Vanilleextrakt mischen. Die trockenen Zutaten dazugeben und mixen, bis sich alles verbunden hat. Zum Schluss die Rosinen unterheben.
Den Teig in Papierförmchen füllen und bei 180°C etwa 18-20 Minuten backen.

In einem Topf Rum mit Zucker unter Rühren bei mittlerer Hitze erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Etwa 1 Minute köcheln lassen. Dann die Hitze reduzieren und nochmal 1-2 Minuten einkochen lassen. Von der Hitze nehmen und Vanille und Margarine einrühren. Ein paar Minuten abkühlen lassen und dann mit einem Löffel oder einem Pinsel (funktioniert super) großzügig über die noch warmen Cupcakes geben.

Samstag, 9. Februar 2013

Kölle Alaaf! Rheinische Quarkmutzen – das absolute Muss für Karneval

Auch wenn ich nicht besonders auf Karneval stehe (schlechte Parties, übermäßiger Alkoholkonsum), finde ich die Tradition an sich sehr schön. Jedes Jahr gibt es bei uns die klassischen Mutzen und natürlich schauen wir auch WDR mit Live-Übertragung und hören Karnevalsmusik; wenn das Wetter mitspielt, schaut man sich auch schon mal ‘nen Zug an. Aber mir war es die Tage viel zu kalt, um mich überhaupt aus dem Haus zu bewegen (es sei denn, um einzukaufen). Stattdessen habe ich mich lieber an die Veganisierung meiner heiß geliebten Quarkmutzen herangewagt. Mit vollem Erfolg!

Im Internet fand ich vegane Quarkmutzenrezepte wie z.B. dieses hier. Ich war jedoch ziemlich verdutzt, denn die Rezepte glichen alle dem meiner Mutter, nur eben Yofu statt Quark und ohne Eier. Ich war sehr skeptisch: Sollten die Mutzen etwa auch ohne die 3 Eier problemlos funktionieren – bei gleicher Menge der übrigen Zutaten?

Ich rührte also Mehl, Zucker, Yofu, Natron und Salz zusammen – der Teig war ziemlich fest. Unter dem Druck, vergleichbar gute Mutzen wie meine Mutter herzustellen, rührte ich aus lauter Verunsicherung noch einen Ei-Ersatz an und knetete ihn unter. Der Teig wurde zwar dadurch noch etwas geschmeidiger, aber von der Konsistenz war es jetzt kaum ein großer Unterschied und da die Mutzen extrem lecker waren, denke ich, kann man den Ei-Ersatz auch getrost weglassen.

Ich war natürlich total gespannt auf das Urteil meiner Mutter und meiner Familie. Doch mit dieser Reaktion hatte ich wirklich nicht gerechnet. Sie war sowas von begeistert, verdrückte schon einige noch vor dem Kaffee und lobte mich total; sie seien sogar noch toller, als ihre Mutzen (ich habe viel mehr Natron als sie benutzt, daher hatte ich schön aufgegangene Bällchen). Ein größeres Lob hätte ich nicht bekommen können und ich bin wirklich froh, damit so großen Erfolg gehabt zu haben! Auch muss man sich überhaupt keine Sorgen machen, ob der Teig jetzt wirklich durch war – sind ja keine Eier drin!


Die Mutzen sind auch ziemlich fotogen; ihre goldbraune Kruste mit dem weißen Puderzucker on top und den Luftschlangen drum herum ist einfach so idyllisch – hach ja! ;-)

Das Originalrezept meiner Mutter:
250 g Mehl
150 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
220 g Magerquark
3 Eier
1 Msp. Natron
1 Prise Salz

Diese Mutzen werden fester und gehen nicht so sehr auf; auch werden sie nicht ganz so knusprig.

Und meine vegane Version:

Vegane Quarkmutzen

250 g Mehl
150 g Zucker
1 TL Vanille-Extrakt
250 g Sojajoghurt
½ TL Natron
1 Prise Salz

Alle Zutaten mit den Knethaken eines Handmixers zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten.
Fett (Pflanzenfett natürlich!) in einem Topf oder Fritteuse heiß machen (wobei bei uns “heiß“ schon auf Stufe 3 erreicht war, ich habe später nur noch bei Stufe 1-2 gebacken, von insgesamt 9 Stufen).
Mit zwei Löffeln kleine Portionen (etwa ¼ bis ⅓ eines EL) des Teiges in das heiße Fett streichen. Die Mutzen ca. 5-8 Minuten goldbraun backen und zwischendurch drehen, damit sie gleichmäßig gebräunt werden.
Fertige Mutzen auf Küchenkrepp legen und etwas abkühlen lassen. Auf eine Platte oder einen großen Teller geben und mit Puderzucker bestäuben.

Montag, 4. Februar 2013

Kokos-Limetten-Cupcakes mit sommerlich-frischem Limettenfrosting

Ein zugegeben sehr unveganes Wochenende mit einer gewaltigen Kuchenorgie. Allerdings tummelten sich neben den verschiedenen Buttercremetorten und anderen Kuchen auch meine kleinen veganen Special-Guests, die Kokos-Limetten-Cupcakes aus Vegan Cupcakes Take Over The World.


Und was soll ich sagen? Wie die Golden Vanilla Cupcakes einfach nur lecker! Sie waren total saftig und fluffig, der Teig ist schön flach geblieben. Einfach perfekt. Und das Frosting ist auch – die Puderzuckermenge entsprechend deutscher Gewohnheiten runtergerechnet – superlecker.  Trotz des vielen Fetts schmeckt es fruchtig und frisch, Limette sei Dank. Da ich nie soviel und auch nicht alle Cupcakes mit Frosting bespritze, mache ich immer viel weniger als angegeben. Allerdings hatte ich so immer noch zuviel, also habe ich es hier nochmal um die Hälfte reduziert. Das restliche Frosting werde ich dann wohl mal testweise einfrieren, wäre zu schade es wegzuschmeißen... Auch im Teig habe ich die Zuckermenge reduziert, wer nur die Cupcakes macht ohne Frosting, sollte also eventuell etwas mehr in den Teig geben. Wenn man die Cupcakes etwas fruchtiger möchte, würde ich einen Teil der Sojamilch durch Limettensaft ersetzen.
Ein kleiner Sommergruß im Frühjahr… :-)


Kokos-Limetten-Cupcakes

75 g Kokosfett (z.B. Palmin)
120 g Zucker
250 ml Kokosmilch
60 ml Sojamilch, oder andere Pflanzenmilch
1 TL Vanille-Extrakt
1 TL Kokos-Extrakt (ich benutze immer den Kokossirup für Cocktails)
1 EL geriebene Limettenschale
1 Spritzer Limettensaft
175 g Mehl
½ TL Backpulver
½ TL Natron
¼ TL Salz
80 g Kokosraspel

Ofen auf 180°C (Umluft) vorheizen.
Das Kokosfett schmelzen. In einer Rührschüssel das geschmolzene Kokosfett mit Zucker cremig schlagen; Kokosmilch, Sojamilch, Vanille- und Kokosextrakt, sowie die Limettenschale und den Saft dazugeben und mixen, bis sich alles verbunden hat. Mehl, Natron, Backpulver und Salz mischen, dazugeben und mixen, bis ein geschmeidiger Teig entsteht. Die Kokosraspeln unterheben.
Im vorgeheizten Ofen ca. 18-20 Minuten backen, meine Minicupcakes haben ca. 13-15 Minuten gebraucht.

Info: Man braucht ca. 2-3 Limetten, um genug Schale und Saft zu bekommen!

Frisches Limettenfrosting

45 g Palmin soft
45 g Alsan
20 g Puderzucker
1 TL Limettenschale
30 ml Limettensaft
evtl. Kokoschips (Deko)

Das Kokosfett und die Margarine geschmeidig mixen. Puderzucker, Limettensaft und Limettenschale hinzugeben und das Frosting einige Minuten cremig schlagen. Kühl stellen und kurz vor dem Servieren auf die Cupcakes spritzen.

Das Frosting wird im Kühlschrank ziemlich fest, also am Besten vor Gebrauch ein paar Minuten aufwärmen lassen, damit es schön geschmeidig ist und nichts bricht beim Spritzen.

Für die Deko: Die Cupcakes mit Frosting einstreichen, seitlich in Kokoschips wälzen. Limette in feine Scheiben schneiden und diese jeweils in der Mitte zu ¾ einschneiden, die Hälften auseinander drehen und auf die Cupcakes setzen. Oder einen schönen Swirl auf die Cupcakes setzen und eine halbe Limettenscheibe auf die Spitze setzen oder etwas geriebene Limettenschale darauf streuen.

Zugegeben, die Geelefrüchte sind nicht vegan, aber ich schmeiße nichts weg!