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Donnerstag, 16. Mai 2013

Berlin – and the lovely litte things that make life beautiful.

Soo.. wir sind wieder zu Hause und das Wetter hier ist mal wieder in einer Tour einfach nur schrecklich. Ich habe das Gefühl, wir haben hier seit 3 Monaten das reinste April-Wetter: kalt feucht warm trocken nass kalt heiß schön windig regnerisch grau trostlos. Schreckelisch! Man kann sich auf nichts einstellen…
 
Da wir (meine Eltern und ich) nach Berlin gefahren sind, um meiner Schwester in ihrer neuen Wohnung etwas unter die Arme zu greifen und wir auch nicht lange da waren, hatte ich leider keine Zeit ein paar vegane Läden abzuklappern. Wenn ich das nächste Mal da bin, muss das unbedingt geschehen… in Berlin sind einfach sooo viele Leute und auch so viele tolle Restaurants, Cafés und sonstige tolle Läden – die ganzen gespeicherten Favoriten müssen dann auch irgendwann mal abgearbeitet werden! ;-)
 
Natürlich haben wir trotzdem gut gegessen… als wir Mittwochabend völlig verspätet dank Stau auf der A2 ankamen, hatte mein verrückter Schwager-in-spe uns Pasta in einer leckeren Tomatensoße mit mediterranem Gemüse gekocht (leider kein Foto!). Eigentlich wollten wir essen gehen, aber es wurde einfach zu spät und im Nachhinein war das frische Essen genau das Richtige, um nach so einer schlauchenden Autofahrt wenigstens noch etwas in Schwung zu kommen.
 
Am zweiten Abend waren wir dann abends beim Spanier, Tapas-Premiere für meine Eltern und mich! Auch wenn die Auswahl an vegetarischen Tapas natürlich etwas begrenzter war, gab es dennoch einige Köstlichkeiten, die auch alle anderen wirklich köstlich fanden. Zum Beispiel:
 
– wahnsinnig süße, kleine und knackige, marinierte Champignons
– Auberginenscheiben mit Schafskäse
– Brot und Aioli
– Kichererbsen mit Möhren in einer pikanten Mandelsoße
– kleine Kartöffelchen mit einer Salzkruste, dazu zwei verschiedene Dips
– natürlich Oliven (auch wenn ich die nicht mag)
– eine wirklich tolle, Spinatquiche (wo auch gaaaaaaaanz viel Knoblauch drin war :-D)
– Kartoffeltortilla
– und ganz frische Kroketten gefüllt mit Spinat & Käse
 
Tapas! Im Restaurant fotografieren ist meistens nicht so erfüllend... :(
 
Diese Art zu Essen macht mir eigentlich wahnsinnig viel Spaß… eben viele, kleine & tolle Dinge, die auf dem Tisch stehen und man kann von allem probieren. Und es ist auch gut, dass man immer nur eine kleine Portion bekommt – so schlägt man sich nämlich nicht den Wanst voll und läuft auch keine Gefahr, das Essen ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr genießen zu können.
Am Freitag dann haben wir dann wieder zu Hause gegessen. Meine Schwester und ich haben zusammen gekocht und es hat wirklich Spaß gemacht, hoffentlich hat sie mal etwas Ablenkung bekommen… :-)
 
Wir hatten einen kleinen italienischen Abend mit Tomaten & Mozzarella, Baguette und gesalzener Butter, Schinken (natürlich nicht für mich), Kartoffelspalten mit Rosmarin und einen warmen Tomaten-Salat mit geröstetem Baguette und Pinienkernen drin! Lecker. Das Rezept war aus der GALA, aber wir haben es ein bisschen vereinfacht. Die Ölangaben fand ich irgendwie komisch, wir haben einfach das Öl direkt aus der Flasche auf die Tomaten und später dann noch über den fertigen Salat geben. Das muss man dann auch nach Gefühl und Geschmack machen – und wenn man doch etwas zuviel Öl dran hat, dann ist das auch wirklich nicht tragisch.
 
ein sehr entspannter, schöner Abend...
 
Mediterraner, warmer Tomatensalat
 
ca. 800 g Tomaten, kleine & aromatische
4 EL Olivenöl
Meersalz
Pfeffer
2 Knoblauchzehen, in feine Scheiben geschnitten
4 Stiel Thymian, grob gezupft
 
eine Packung Pinienkerne (50g)
6 Scheiben Baguette, oder mehr
3 EL Olivenöl
eine kleine Hand voll Basilikumblätter
3 EL schwarze Oliven, entsteint
nach Wunsch gehobelten italienischen Hartkäse
 
Für die Vinaigrette:
3-4 EL Aceto Balsamico
ca. 5 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
Zucker

Die Tomaten halbieren und gleichmäßig in einer Auflaufform verteilen, mit 4 EL Öl beträufeln und mit groben Meersalz (ruhig viel nehmen) und Pfeffer würzen (bitte nur frisch gemahlenen – alles andere ist schrecklich!). Knoblauch und Thymian auf den Tomaten verteilen, anschließend im heißen Ofen bei ca. 160-180°C ungefähr 50 Minuten garen.
 
(80°C waren uns zu wenig, und außerdem sollte ja alles zeitgleich auf dem Tisch stehen, wir hatten also erst eine etwas niedrigere Temperatur und später mit den Kartoffelspalten etwa 190°C, und das ging auch ohne Probleme)
 
Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett hellbraun rösten. Baguette würfeln und in einer Pfanne in 3 EL Öl von beiden Seiten goldbraun rösten. Herausnehmen und abkühlen lassen. Basilikum grob zupfen.
Die Tomaten aus dem Ofen nehmen und etwas abkühlen lassen. Für die Vinaigrette Balsamico, 5 EL Olivenöl, Salz, Pfeffer und 1 Prise Zucker verrühren und anschließend zusammen mit dem Brot, Pinienkernen und Oliven zu den Tomaten geben und alles gut durchmischen. Mit Basilikum – und nach Wunsch, mit Käse – bestreuen.
 
 
 
Am Samstag sind wir dann auch schon wieder zurück gefahren, mit einem kleinen Stop in Potsdam. Da gab’s bei der Cousine meiner Mutter einen herrlichen Butterkuchen mit einer Mandel-Zucker-Kruste… der war sooo lecker… liegt wohl in der Familie ;-) Ich habe wirklich die ganze Zeit über noch die ganzen Krümel von den Mandeln gegessen. So gut! Ich sollte mir wohl das Rezept zum Veganisieren schicken lassen. :-)
 

Dienstag, 7. Mai 2013

Sommerlicher Maianfang

Der Sommer ist da! Naja.. heute nicht mehr ;-) Dafür war die letzte Woche und das Wochenende umso schöner. Und während ich mich des Anblicks meines wunderschönen Maibaums erfreute, wollte ich natürlich für das passende Essen zu diesem tollen Wetter sorgen. Also…
 
Mai!
 
Da ich schon länger mal Pizzateig selber machen wollte, hatten wir uns überlegt eine leckere Rucola-Pizza zu machen. Im Kühlschrank hatten wir noch jede Menge Gemüse – Aubergine, Zucchini, Paprika – und ich kaufte noch Champignons. Natürlich haben wir beim Belegen der Pizza den Rucola für unsere Rucolapizza glatt vergessen und so war dort nur (vor)gegrilltes Gemüse drauf. ;-)

Die "Rucola"-Pizza ;-)

Das Wochenende über gab es auch selbstgemixte, superleckere bombastisch tolle Coladas. Mit oder ohne Alkohol ;-) Ich wünschte, ich hätte mehr schöne Cocktailgläser! Dann könnte ich meine Kreationen auch mal so richtig schön in Szene setzen… Aber das kommt noch :-)

Am Sonntag war es dann sehr warm und ich musste mir was für den ganzen Rucola überlegen. Soooo gerne mag ich den nämlich auch nicht, dass ich den pur essen könnte… es muss schon irgendwie alles stimmig sein und vor Allem muss der etwas bittere Geschmack ausgeglichen werden. Also wälzte ich Bücher und durchsuchte das Internet. In Tim Mälzers Greenbox wurde ich nicht fündig, ich hatte aber in meinem Teubner Vegetarisch einen warmen Auberginensalat markiert, den ich schon lange machen wollte. Zutaten: Auberginen, Zucchini, Tomaten, Zwiebeln, Schafskäse… okay alles da! Aber Rucola? Den wollte ich nicht warm haben, es sollte ja auch noch etwas frisch sein. Nach ein bisschen Stöbern fusionierte ich dann einen Rucola-Nudelsalat-Rezept mit dem Auberginensalat und so hatten wir einen wirklich tollen, dem Wetter angemessenen Rucola-Salat mit gegrilltem Gemüse!

 
Mediterraner Rucola-Salat mit gegrilltem Gemüse

Etwa 50g Rucola
Ca. 5-7 getrocknete Tomaten (in Öl)
1 Zwiebel
½ Zucchini
1 Aubergine
½ Packung kleine Champignons
1 Packung Schafskäse
Ca. 4-5 EL ÖL (Olivenöl und Öl aus dem Tomatenglas)
Ca. 1 EL dunklen Balsamicoessig
Salz, Pfeffer
2-3 EL Pinienkerne

Zwiebel in grobe Stücke schneiden und mit etwas Öl im Topf anbraten. Zucchini in Halbkreise schneiden, Aubergine grob würfeln, Champignons vierteln und alles zu den Zwiebeln in den Topf geben. Wenn alles einigermaßen weich geworden ist, Deckel drauf und etwas garen lassen. Von der Hitze nehmen, wenn alles gar genug ist (da entscheidet immer der persönliche Geschmack…).
Den Rucola waschen und in eine große Schüssel geben. Die getrockneten Tomaten grob zerkleinern und ebenfalls in die Schüssel geben. Etwa 2-3 EL Öl aus dem Tomatenglas nehmen und mit etwa 2 EL würzigem Olivenöl und 1 EL dunklem Balsamicoessig (ich kann das nicht so genau abschätzen, da wir so einen Zerstäuber da drauf haben – im Zweifel eher weniger!) verrühren, pfeffern und salzen.
Das Gemüse zum Rucola geben, das Dressing darüber geben und gut vermengen. Zum Schluss den Schafskäse würfeln und über den Salat geben. Ein paar Esslöffel Pinienkerne würden diesen Salat noch perfekt machen – ich hatte aber leider keine da!


Als kleine Erfrischung habe ich noch aus den unzähligen Gurken, die wir im Kühlschrank hatten, eine Gurkenkaltschale gemacht. Das Rezept war etwas abgewandelt aus der Greenbox, mit pürierter Gurke, Joghurt, Minze und Apfelessig, ich habe noch etwas Knoblauch dazu getan. Sehr lecker und erfrischend, aber ich liebe ja sowieso alles mit frischer Gurke, und so war auch die Hälfte davon schon vor dem Essen weg.

Das war wirklich ein schöner Monatsanfang und ich hoffe, meine ganze Energie, Kreativität und Schaffensfreude wird nicht so schnell verfliegen. Morgen fahre ich nach Berlin zu meiner Schwester, und da werde ich bestimmt etwas zu berichten haben! :-)

Freitag, 8. März 2013

Fiesta! – Part II: Süßer Nachgeschmack

Zu unserer gemütlichen Fiesta musste natürlich auch ein Nachtisch her. Ich habe lange über eine veganisierte Form der Creme Catalana oder Ähnliches nachgedacht, habe mich dann doch etwas eher fruchtigem zugewandt. Herausgekommen ist eine sehr exklusive Blutorangencreme, die total simpel und beliebig abwandelbar ist. Außerdem gab es noch ganz schön piratige Rum-Rosinen-Cupcakes aus Vegan Cupcakes Take Over The World – ich liebe dieses Buch! :D

Für die Creme habe ich den Blutorangen-Direktsaft von Aldi genommen. Blutorange ist natürlich viel herber und saurer als die übliche Orange, deshalb sollte man einen Teil des Saftes durch Wasser verdünnen, wenn man die Säure nicht so gut verträgt. Man kann natürlich auch anderen Saft nehmen oder auch mehr Sahne, wenn man das möchte.

Ich hatte die vegane Sprühsahne von Leha hier, die ich im Globus (!) bekommen habe. Sie war zwar nicht sehr steif und verlor relativ schnell ihre Form (siehe Bild), aber lecker war sie und da ich sie beim Globus kriege: TOP! :-) Schmeckt aber auch irgendwie viel leichter und lockerer, als normale Sprühsahne. Ich mag beide Varianten.


Blutorangencreme

500 ml Blutorangensaft (evtl. einen Teil durch Wasser ersetzen), oder anderer Saft
1 Pck. Puddingpulver, Vanille
4 EL Zucker
1 Becher (200g) Sahne

In 100 ml Saft Puddingpulver und Zucker möglichst klümpchenfrei anrühren. Den restlichen Saft aufkochen. Sobald der Saft kocht die Puddingmischung einrühren und unter Rühren mindestens 1 Minute kochen. Von der Hitze nehmen und abkühlen lassen. Während des Abkühlens immer wieder durchrühren.

Die Sahne steif schlagen und unter den Pudding heben. Das ganze entweder in eine große Schüssel oder in kleine Dessertgläschen füllen.
Entweder mit Sahne schichten oder mit passenden Früchten servieren.

Auf der Suche nach Licht...


Rum Raisin Cupcakes with Rum Glaze

Für den Teig
Etwa 100-120 g Rosinen, gehackt
1-2 EL Rum
200 ml Sojamilch
1 TL Apfelessig
90 ml Öl
150 g Zucker
1 EL Rum
1 EL Zuckerrübensirup
1 TL Vanilleextrakt
175 g Mehl
1 EL Speisestärke
¾ TL Backpulver
½ TL Natron
½ TL Salz
¼ TL Muskat, gerieben

Für den Glaze
60 ml Rum
3 EL Zucker
½ TL Vanilleextrakt
2 TL Margarine

Rosinen (mehr oder weniger nach Geschmack) mit 1-2 EL Rum mischen und ca. 30 Minuten beiseite stellen ; dabei immer wieder umrühren. Sojamilch und Essig mischen und ebenfalls ein paar Minuten beiseite stellen.
Ofen auf 180°C (Umluft) vorheizen.
In einer Schüssel Sojamilch mit Öl, Zucker, Sirup, Rum und Vanilleextrakt mischen. Die trockenen Zutaten dazugeben und mixen, bis sich alles verbunden hat. Zum Schluss die Rosinen unterheben.
Den Teig in Papierförmchen füllen und bei 180°C etwa 18-20 Minuten backen.

In einem Topf Rum mit Zucker unter Rühren bei mittlerer Hitze erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Etwa 1 Minute köcheln lassen. Dann die Hitze reduzieren und nochmal 1-2 Minuten einkochen lassen. Von der Hitze nehmen und Vanille und Margarine einrühren. Ein paar Minuten abkühlen lassen und dann mit einem Löffel oder einem Pinsel (funktioniert super) großzügig über die noch warmen Cupcakes geben.

Dienstag, 5. März 2013

Fiesta! – Part I

Ipanema! Lieblingscocktail... ;-)
Nach dem ganzen Klausurstress in den letzten Wochen kann ich nun schon die Tage abzählen, bis endlich Schluss ist – mit der Schule. Zwischendrin hatte ich entweder keine Lust oder keine Zeit, großartig zu kochen oder ein bisschen für den Blog zu schreiben.
Jetzt wollte ich mich mal wieder richtig austoben und hatte auch schon längere Zeit einen schönen Mottoabend geplant. Da mein Freund total auf Aioli und den ganzen Kram steht, dachte ich an spanische / mexikanische Küche. Ich tüftelte also wie jeck herum und irgendwann stand mein Menüplan in etwa, wobei mangels Zeit- und Ofenmanagement so einiges wieder gestrichen werden musste … ;-)

Letztendlich gab es ein kleines Chili sin Carne, gefüllte Pilze und Datteln, ein Peperoni-Ciabatta (Rewe), ein paar (leider nicht sooo gelungene) „Hackbällchen“, Süßkartoffelchips, eine Honigmelonen-Paprika-Salsa, Guacamole sowie Aioli und dazu noch ein paar Nachos :-)
Aus Ermangelung an Speck für die Datteln, bin ich dem genialen Einfall meines Freundes gefolgt und habe sie mit RAUCHMANDELN gefüllt – einfach genial. Und hat auch super geschmeckt; die Mandeln geben wie der Speck sonst das gewisse Extra, wenn gleich ich zugeben muss, dass die unvegetarische Variante natürlich auch sehr lecker ist.
Die Salsa war für mich der absolute Hit, ich habe sie aus Tim Mälzer’s Greenbox, etwas abgewandelt. Das Rezept war ursprünglich mit Mango, aber da ich noch eine Honigmelone zu verwerten hatte, musste eben die dran glauben. Die Salsa kam dann in die Pilze und ich war mir erst nicht sicher, ob das passen würde, aber es hat richtig gut geschmeckt. Es war ein herrlicher Kontrast zwischen den herzhaften Pilzen und der frischen Salsa. Oben drauf gab es etwas geriebenen Käse und das Ganze kam dann ca. 20 Minuten in den Backofen. Die Salsa passt aber auch herrlich zu Brot oder zum Dippen von was auch immer man dippen möchte :-)

Tischlein deck dich! Isset nich schön?

Honigmelonen-Paprika-Salsa

1 rote Paprika (oder gemischt)
¼ Honigmelone
1 kleine, rote Zwiebel (ich hab‘ sie weggelassen)
1 kleine, rote Chilischote (falls erwünscht)
1-2 EL frisch gehackten Koriander
1 Limette
2-3 EL Olivenöl
Salz
1 TL Zucker

Paprika und Honigmelone entkernen, das Fruchtfleisch der Melone von der Schale lösen und alles möglichst klein würfeln. Je nach Bedarf Zwiebel und Chilischote ebenfalls fein würfeln. Etwas Koriander hacken und untermengen. Mit dem Saft von einer Limette und 2-3 EL Olivenöl verrühren, mit Salz und 1 TL Zucker würzen. Etwa 10 Minuten ziehen lassen.

Neben der Super-Salsa hat mich die Aioli auch ziemlich weggehauen. Ich wollte nun endlich mal vegane Mayonnaise selber machen und wollte dann die Hälfte zur Aioli abwandeln. Ich war wirklich so verblüfft, wie einfach es ist. Ich hatte zwar schon einige Rezepte gesehen bzw. gelesen, aber das… hätte ich nicht erwartet. Innerhalb weniger Sekunden war meine Mayonnaise richtig fest. Unglaublich. So einfach. Ich werde nie wieder Mayonnaise kaufen! Und sie schmeckt SO gut. Ich als totale Pommes-mit-Mayo-Fanatikerin hab schon so einige Mayonnaisen gegessen und ich finde sie schmeckt auf Grund ihrer Süße in etwa wie diese Industriemayonnaisen. Aber guuuut! Und den Unterschied würde bestimmt keiner merken…

Sie ist allerdings etwas sehr fest geworden. Da ich mein Essen auch stets von der chemischen Seite betrachte,  habe ich vorhin nochmal einen Kontroll-Versuch gemacht – da ist sie ganz anders geworden: viel cremiger – dafür war der Geschmack nicht mehr so gut. In einem weiteren Kontroll-Versuch war die Sojamilch gekühlt. Ergebnis: es hat nicht funktioniert. Das hatte mich eigentlich nicht wirklich überrascht, denn bei einer Emulsion ist es oft von Vorteil, wenn alle Komponenten die gleiche Temperatur haben. Könnte mir also auch vorstellen, wenn man alles vorher etwas kühl stellt (auch das Öl), dass es dann ebenso gut funktioniert.
Die meisten Rezepte haben ein Mischverhältnis (Sojamilch und Öl) von 1:2. Benutzt habe ich die Alpro Soya Original. Ich kann mir vorstellen, dass es mit vielen „light“ Produkten nicht so gut funktionieren wird, da dort weniger Sojabohnen drin sind und folglich wahrscheinlich auch weniger Sojalecithin, was emulgieren kann.

Vegane Mayonnaise

100 ml Sojamilch – Zimmertemperatur
200 ml Öl
Ca. 1 EL Senf
Ca. 2-3 TL frischen Zitronensaft, oder Essig
Pfeffer, Salz
Evtl. Zucker

Sojamilch mit Senf und Zitronensaft in ein hohes Gefäß geben. Dann das Öl hinzugeben. Auf Grund der geringeren Dichte bleibt das Öl oben und es bilden sich zwei Phasen, deshalb ist es nicht wirklich erforderlich, das Öl später erst hinzuzugeben. Den Pürierstab auf den Boden des Bechers stellen und ca. 20-30 Sekunden mixen, ohne den Mixer zu bewegen. Dann langsam das restliche Öl in die Emulsion einarbeiten, d.h. Mixer etwas hoch ziehen und das Öl einfließen lassen, und dann noch ein paar Mal gut durchmixen. Mit Pfeffer und Salz abschmecken, eventuell noch etwas Zucker dazugeben.
Super zu leckerem Brot aber auch unglaublich toll zu Nachos :D

Peperoni-Ciabatta von Rewe!

Samstag, 9. Februar 2013

Kölle Alaaf! Rheinische Quarkmutzen – das absolute Muss für Karneval

Auch wenn ich nicht besonders auf Karneval stehe (schlechte Parties, übermäßiger Alkoholkonsum), finde ich die Tradition an sich sehr schön. Jedes Jahr gibt es bei uns die klassischen Mutzen und natürlich schauen wir auch WDR mit Live-Übertragung und hören Karnevalsmusik; wenn das Wetter mitspielt, schaut man sich auch schon mal ‘nen Zug an. Aber mir war es die Tage viel zu kalt, um mich überhaupt aus dem Haus zu bewegen (es sei denn, um einzukaufen). Stattdessen habe ich mich lieber an die Veganisierung meiner heiß geliebten Quarkmutzen herangewagt. Mit vollem Erfolg!

Im Internet fand ich vegane Quarkmutzenrezepte wie z.B. dieses hier. Ich war jedoch ziemlich verdutzt, denn die Rezepte glichen alle dem meiner Mutter, nur eben Yofu statt Quark und ohne Eier. Ich war sehr skeptisch: Sollten die Mutzen etwa auch ohne die 3 Eier problemlos funktionieren – bei gleicher Menge der übrigen Zutaten?

Ich rührte also Mehl, Zucker, Yofu, Natron und Salz zusammen – der Teig war ziemlich fest. Unter dem Druck, vergleichbar gute Mutzen wie meine Mutter herzustellen, rührte ich aus lauter Verunsicherung noch einen Ei-Ersatz an und knetete ihn unter. Der Teig wurde zwar dadurch noch etwas geschmeidiger, aber von der Konsistenz war es jetzt kaum ein großer Unterschied und da die Mutzen extrem lecker waren, denke ich, kann man den Ei-Ersatz auch getrost weglassen.

Ich war natürlich total gespannt auf das Urteil meiner Mutter und meiner Familie. Doch mit dieser Reaktion hatte ich wirklich nicht gerechnet. Sie war sowas von begeistert, verdrückte schon einige noch vor dem Kaffee und lobte mich total; sie seien sogar noch toller, als ihre Mutzen (ich habe viel mehr Natron als sie benutzt, daher hatte ich schön aufgegangene Bällchen). Ein größeres Lob hätte ich nicht bekommen können und ich bin wirklich froh, damit so großen Erfolg gehabt zu haben! Auch muss man sich überhaupt keine Sorgen machen, ob der Teig jetzt wirklich durch war – sind ja keine Eier drin!


Die Mutzen sind auch ziemlich fotogen; ihre goldbraune Kruste mit dem weißen Puderzucker on top und den Luftschlangen drum herum ist einfach so idyllisch – hach ja! ;-)

Das Originalrezept meiner Mutter:
250 g Mehl
150 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
220 g Magerquark
3 Eier
1 Msp. Natron
1 Prise Salz

Diese Mutzen werden fester und gehen nicht so sehr auf; auch werden sie nicht ganz so knusprig.

Und meine vegane Version:

Vegane Quarkmutzen

250 g Mehl
150 g Zucker
1 TL Vanille-Extrakt
250 g Sojajoghurt
½ TL Natron
1 Prise Salz

Alle Zutaten mit den Knethaken eines Handmixers zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten.
Fett (Pflanzenfett natürlich!) in einem Topf oder Fritteuse heiß machen (wobei bei uns “heiß“ schon auf Stufe 3 erreicht war, ich habe später nur noch bei Stufe 1-2 gebacken, von insgesamt 9 Stufen).
Mit zwei Löffeln kleine Portionen (etwa ¼ bis ⅓ eines EL) des Teiges in das heiße Fett streichen. Die Mutzen ca. 5-8 Minuten goldbraun backen und zwischendurch drehen, damit sie gleichmäßig gebräunt werden.
Fertige Mutzen auf Küchenkrepp legen und etwas abkühlen lassen. Auf eine Platte oder einen großen Teller geben und mit Puderzucker bestäuben.