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Montag, 23. September 2013

Von nächtlichen Cookie-Back-Aktionen und California Rolls

Mein Heißhunger auf jegliche tollen Lebensmittel und Speisen scheint zwischen 23:00 und 24:00 Uhr jeden Tag einen neuen Höchstwert zu erreichen, vor Allem Sonntags. Ich kann es meist kaum abwarten, am nächsten Tag in den Supermarkt zu düsen und Zutaten für irgendwelche Rezepte zu kaufen, die ich auf unzähligen Blogs und Rezepteseiten entdecke. Dieses Wochenende habe ich dem täglichen Spektakel die Krone aufgesetzt:

Nach einer wahren Sushi-Orgie am Freitag bekam ich gegen Mitternacht plötzlich unglaubliche Lust auf Kuchen. Und ich hätte auch Kuchen gebacken, aber da Kekse (die fast so toll sind wie Kuchen) einfach schneller gehen und warm auch super schmecken, habe ich mich dafür entschieden ein Rezept aus meinem neuen Cookie-Buch zu backen.
So saßen wir also um halb eins nachts mit einem Blech frisch gebackener Cookies vor dem Fernseher! :-D 


Am Freitag habe ich dann auch das erste Mal California Rolls bzw. Inside-Out-Sushi (gute Anleitung dazu HIER) gemacht. Als wir neulich bei Fräulein ChiChi Sushi essen waren, haben wir uns dort die "Philly Inside Out"-Rolle bestellt. Diese war mit Avocado, Gurke, Rucola und Frischkäse gefüllt, außen war natürlich Sesam und was ich besonders tricky fand kleine Schnittlauchröllchen! Das wollte ich unbedingt nachmachen. Den Frischkäse habe ich dabei jedoch weggelassen, Rucola hatte ich leider keinen mehr bekommen und dennoch... Diese Kombination schmeckt wirklich gut, vor Allem der Schnittlauch!

Die zweite Inside-Out-Rolle habe ich mit weißem Spargel und blanchierten Frühlingszwiebeln gefüllt. Für alle die Spargel mögen, ist das ein Traum. Die Kombination schmeckt einfach so herrlich frisch, und die Frühlingszwiebeln sind knackig! Die Idee, Frühlingszwiebeln als Sushifüllung zu benutzen, kam mir... sagen wir mal... fast im Schlaf. ;-) Habe ich erwähnt, dass ich total sushi-verrückt bin?

Die dritte Rolle war mit Avocado, Spargel und Mayonnaise gefüllt. Das mit der Mayo musste ich einfach mal ausprobieren, denn ich liebe "cremiges Sushi", wie ich es so schön nenne. Also eben weiche Füllungen wie Avocado oder auch Frischkäse. Als Abwechslung war das mal ganz nett, mit der Mayo, aber ich muss sagen, dass mir der Geschmack dann doch zu dominant war. Ich liebe Sushi und diesen Geschmack sowie auch das Mundgefühl der Kombination von Sojasauce, Reis und Füllung, und ich will eigentlich nicht, dass dieser tolle Genuss durch Mayo überdeckt wird. Daher werde ich sie nicht mehr im Sushi benutzen! ;-)


Neben Sushi und Cookies gab es vorige Woche auch veganen Flammkuchen nach diesem Rezept. Da ich nicht genug Sojasahne hatte, habe ich zur Hälfte Reissahne genommen. Das hat funktioniert, aber ich denke, dass Sojasahne allein dort besser ist. Meine Familie und ich fanden es auf jeden Fall lecker! Meiner Meinung nach ist das Rezept aber auch noch ausbaufähig... was aber eher den Teig betrifft, als das Topping. Wahrscheinlich würde der Teig in einem Steinofen auch viel besser schmecken, seufz. Wie gerne hätte ich einen Steinofen! Bin ich die einzige 19-Jährige, die von Steinofen, Küchengeräten, Gewürzen und Co. schwärmt? ;-)

veganer Flammkuchen mit Räuchertofu

Donnerstag, 5. September 2013

It's all about ... Pfirsiche!

Jüngst durfte auch ich die positive Seite von sozialen Netzwerken am eigenen Leibe spüren. Durch eine Facebookgruppe bin ich auf ein Angebot ein paar sehr netter Menschen gestoßen, die die Pfirsiche ihres Baumes verschenkten –  und so kam es, dass in unserer Küche auf einmal ca. 10 Kilo Pfirsiche standen.
Ich freute mich wirklich sehr über das großzügige Angebot, denn früher kriegten wir zwar auch von ein paar Bekannten Pfirsiche, aber die haben inzwischen alle ihre Bäume raus gerissen, sodass es dieses Jahr keine gab. Meine Schwester wollte auch ein paar haben –  also nahmen wir den ganzen Sonntag die Küche in Beschlag und kochten Marmelade und Chutney!

Am Freitag hatte ich bereits Pflaumen-Chutney (das Rezept allerdings mit nur 150ml Balsamico) gekocht, das war echt lecker. Für die Pfirsiche hatte ich mir dieses Chutney-Rezept (mit Agavendicksaft statt Honig) rausgesucht, muss allerdings sagen, dass ich davon etwas enttäuscht war. Der Pfirsichgeschmack wurde einfach zu sehr überdeckt, es schmeckt zwar fruchtig und ist auch lecker (wenn auch nicht so lecker wie das Pflaumen-Chutney), aber halt irgendwie nicht nach Pfirsichen!
Das waren die beiden ersten Chutneys, die ich gekocht habe. Ich denke, festeres Obst und Gemüse eignet sich dafür besser. Die Pfirsiche zum Beispiel haben noch seeeehr viel Flüssigkeit abgegeben, und so mussten wir nach fast 1 ½ Stunden Kochzeit aufgeben (weil es einfach nicht eindickte) und haben mit Guarkernmehl nachgeholfen. Beim Pflaumen-Chutney war das überhaupt kein Problem, obwohl die Pflaumen natürlich auch noch Flüssigkeit abgegeben haben.

Pfirsich-Chutney vor und nach dem Kochen!
... und wozu isst man Chutney jetzt?

Tja, das habe ich mich auch gefragt. Mango-Chutney eignet sich zum Beispiel gut für asiatische süß-sauer Gerichte. Für herzhaftere Chutneys empfehlen viele Leute Fleisch oder Käse. Hmpf, ist jetzt alles nicht so vegan. Aber letzten Endes entscheidet der Geschmack, und da es im Grunde auch nur ein etwas aufwändigerer Dip ist, sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Ich kann es mir zum Beispiel gut für Salatdressings vorstellen. Oder etwas verdünnt für Sommerrollen (nachdem mir die fertiggekaufte Hoisin-Sauce ÜBERHAUPT NICHT geschmeckt hat, ja da stell ich mir das sehr gut vor!). Zu Brot passt es sowieso. Vielleicht auch als Dip für ausgebackenes Gemüse, Tofuspieße, Rohkost... Als Dip für jegliches Grillgut, sei es jetzt vegan oder nicht. Ihr seht also: kein Grund zum Verzweifeln. ;-)


Nun zur Marmelade. Die Pfirsiche waren eher klein, die Schale recht fest. Wir haben die Pfirsiche dann gehäutet. Die Haut lässt sich ganz einfach abziehen, wenn man die Pfirsiche in einer Schüssel mit heißem Wasser überbrüht, und sie darin auch etwas schwimmen lässt. Wenn man viele Pfirsiche verarbeiten muss, empfiehlt es sich außerdem, eine Schüssel mit Zitronensaft und kaltem Wasser bereitzustellen, in die man dann die fertig enthäuteten Pfirsiche tut. So werden sie nicht braun.
Wir haben normale Marmelade mit 1:1 Gelierzucker gekocht und ein raffiniertes Rezept mit Vanille, Thymian und 2:1 Gelierzucker. Das ist wirklich edel und ich freue mich schon darauf, mit dieser Marmelade einen Kuchen einzustreichen, denn sie ist einfach total himmlisch! ;-)


Raffinierte Pfirsichmarmelade mit Thymian und Vanille
(Rezept von Chefkoch.de)

1 kg Pfirsiche, entsteint (und ggf. enthäutet)
1 Vanilleschote
Saft von einer Zitrone oder ein Päckchen Zitronensäure
3 Zweige Thymian (nur die Blättchen, nicht die Äste)
1 Paket (500g) Gelierzucker 2:1

Die Pfirsiche kleinschneiden und mit Zitronensaft, Vanille und Thymian in einem großen Topf fein pürieren. Den Gelierzucker unterrühren und die Marmelade nach Packungsanweis


Von den restlichen Pfirsichen habe ich noch Pfirsichkompott eingekocht und einen Pfirsichlikör angesetzt. Ich hoffe er wird was dann poste ich das Rezept :-) Er riecht und schmeckt (upps) auf jeden Fall jetzt schon sehr aromatisch, hätte ich nicht gedacht. Und er ist sowas von rot geworden!

Und hier noch ein Nachtrag: Ein Bild von der wunderschönen Backmischung!

Freitag, 26. Juli 2013

Schnelle Antipasti mit Frühlingszwiebeln

Als ich gestern morgen aufgestanden bin, habe ich mit meinen Eltern beim Frühstück Volle Kanne geguckt, und dort machten die Leute gerade verschiedene Antipasti. Meine Eltern waren begeistert und meinten: "Das könnten wir doch heute Abend machen!" Nun ja, meistens wird daraus dann doch nichts, aber gestern Abend haben mein Papa und ich dann wirklich in der Küche gestanden und bereiteten eines dieser Rezepte zu. Wir machten "Frühlingslauch mit getrockneten Tomaten", und das hat wirklich super geschmeckt. Total einfach und schnell gemacht, trotzdem irgendwie edel.
Ich poste das Rezept jetzt mal hier, wie ich es machen würde - und zwar mit weniger Oliven, dafür mit mehr Tomaten ;-) ich bin kein Olivenfreund. Wir hatten ein Glas getrocknete Tomaten in Öl (280g) genommen und ein Glas Oliven (155g Abtropfgewicht). Beim nächsten Mal würde ich dann aber wegen der doch sehr öligen Tomaten, weniger Olivenöl nehmen, vielleicht so 70ml.
Meine Eltern und ich haben die Menge unten zu dritt verputzt, aber mit Brot als ganze Mahlzeit, und nicht als Vorspeise. Ich kann mir das Rezept aber auch gut als "Salat" vorstellen, die Frühlingszwiebeln in mundgerechte Stücke geschnitten.

Frühlingszwiebeln mit Tomaten-Oliven-Pinienkern-Vinaigrette

2 Bund Frühlingszwiebeln (300-400 g)
100-150g Oliven
1 Glas (280 g) getrocknete Tomaten, in Öl
100 g Pinienkerne
etwa 70 ml Olivenöl
1 TL weißer Balsamico
Salz, schwarzer Pfeffer (frisch gemahlen)

Die Pinienkerne ohne Öl in einer heißen Pfanne rösten, in eine Schüssel geben und beiseite stellen.
Tomaten gut abtropfen lassen, dann Tomaten und Oliven zerkleinern. Tomaten, Oliven, Pinienkerne in eine Schüssel geben und mit dem Olivenöl und 1 TL weißem Balsamico gut vermischen.
Frühlingszwiebeln putzen und je nach Größe eventuell noch halbieren. In siedendem Salzwasser 2-4 Minuten blanchieren, dann in Eiswasser abschrecken (oder im Sieb mit reichlich kaltem Wasser).
Frühlingszwiebeln auf den Tellern anrichten und die Vinaigrette darüber geben. Mit frisch gemahlenem Salz und schwarzem Pfeffer würzen.

Montag, 15. Juli 2013

Raffinierter Möhren-Rohkost-Salat

Neben unserer selbstgemachten Erdbeermarmelade gab es letzte Woche auch noch jede Menge anderer Leckereien. Ein Arbeitskollege bei meinem Nebenjob hat immer das ganze Auto voller Erdbeeren, Gurken, Tomaten oder sonstigem Obst und Gemüse (bisher alles bio!), was er netterweise immer verschenkt ;-) Letzte Woche hatte er was ganz tolles für mich: Herzgurken! Sehen einfach toll auf einem Brot aus, findet ihr nicht?


Am Montag überkam mich wie so oft in letzter Zeit mal wieder das Asia-Fieber und ich musste unbedingt etwas kochen, was den Brokkoli- und Räuchertofuresten im Kühlschrank sehr gelegen kam. Ein bisschen Currypaste, ein bisschen (oder auch ein bisschen mehr…) Erdnussbutter – herrlich.


Und wenn ich grad mal keine Lust auf Curry habe, dann will ich Sushi (am liebsten jeden Tag). Aber da ich nicht immer Lust habe, den Reis vorzubereiten und zu rollen, mache ich mir manchmal einfach einen Sushi-Salat, wenn wir normale Reisreste im Kühlschrank haben. Leider ist der Sushisalat nicht so befriedigend, was meine Sushilust betrifft, schafft jedoch wesentlich schneller Abhilfe, wenn ich mal wieder ganz schnell was Tolles zu Essen brauche.


Über das Wochenende hatten wir Besuch von meiner Tante und meinem Onkel und waren in Aachen, wo wir in einem türkischen Restaurant eingekehrt sind. Dort hatte ich einen wirklich großen und wunderbaren Teller mit gebratenem Gemüse auf Auberginenmus und noch 3 anderen Dips, Brot und Börek; allerdings beschlich mich das Gefühl, dass sich auf meinem Teller ein paar unvegetarische Sachen eingeschlichen hatten; die eindeutigen Verdächtigen hat mein Vater gegessen, beim Börek war ich mir nicht sicher (hatte erst Käse, dann später was anderes) und ich hatte hinterher ein ganz ungutes Gefühl… da wird einem sofort übel, wenn man denkt, man hätte Fleisch gegessen… Aber nun gut, da lässt sich jetzt nichts mehr dran ändern, in Zukunft muss ich besser aufpassen! Lecker war’s trotzdem, vor Allem das Auberginenmus und ein spezieller Joghurtdip mit Karottenraspeln, der ganz hervorragend gewürzt war.


Zu Hause haben wir natürlich aber auch geschlemmt. Ich habe endlich den Möhren-Birnen-Salat mit Rauchmandeln aus der Greenbox von Tim Mälzer nachgemacht (klasse Buch!), und der war wirklich edel –  einfach mal was ganz Anderes. Dazu gab es kleine, frische Pellkartoffeln mit Leinöl und lediglich etwas Salz und Pfeffer. Richtig gut!


Rohkostsalat mit Möhren, Birnen und Rauchmandeln
400 g Möhren
1-2 Birnen, je nach Größe
4 Stängel Petersilie
2 EL Rauchmandeln
2 EL Zitronensaft
2 EL Apfel- oder Birnensaft
1 EL Agavendicksaft
4 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
Die Rauchmandeln grob hacken. Für das Dressing Zitronensaft, Apfel- oder Birnensaft, Agavendicksaft und Olivenöl verrühren, mit Salz und Pfeffer würzen. Die Petersilie von den Stängeln zupfen.
Möhren schälen und mit einem Sparschäler längs in Streifen schälen, die Birnen in feine Scheiben hobeln.
Möhren und Birnen mit dem Dressing und der Petersilie vermengen. Mit Rauchmandeln bestreut servieren (vor dem Essen am besten noch einmal vermengen).

Mittwoch, 3. Juli 2013

AVOCADO LOVE - Veggie-Burger sind auf keinen Fall langweilig

Leider habe ich meinen Blog in letzter Zeit etwas vernachlässigt... Ich dachte, sobald ich frei habe, starte ich hier voll durch, aber genau das Gegenteil war der Fall: während meiner Klausurphasen und Schulzeit habe ich das Kochen und Backen und Gestalten des Blogs genutzt, um mich abzulenken und zu entspannen. Natürlich ist so ein Blog aber auch Arbeit ;-)
Als jetzt alles vorbei war, hing ich erstmal ein wenig durch... einfach faulenzen und nichts tun (muss auch mal sein). Aber ich glaube, dass habe ich so langsam überwunden, denn mir wird langweilig :-)
Zudem war meine Ernährung in den letzten Wochen eher einseitig und bestand im Wesentlichen aus Avocado, Avocado, Avocado. :-D
Ne aber ernsthaft, wenn mich nicht mal wieder der Sushi-Wahn gepackt hatte, aß ich meistens Vollkorntoast mit Hüttenkäse (jaa... meine große unvegane Liebe) und einer halben Avocado, Dill und manchmal Radieschen. Und die andere Hälfte hab ich dann meistens einfach so, mit etwas Salz, gelöffelt.

Meine Avocado-Sucht nimmt zur Zeit kein Ende und so habe ich am Montag endlich diesen Burger ausprobiert, der stand schon ewig auf meiner Liste. Und was soll ich sagen? Er war genial.
Ich muss wirklich sagen, dass ich bisher jeden vegetarischen / veganen Burger mit vollem Genuss gegessen habe und für mich steht mittlerweile eines fest: Ich bin mit meinen Alternativen viel glücklicher, als mit den normalen "Fleisch-Burgern". DENN: Veggie-Burger bieten eine unglaubliche Vielfalt, und es macht auch Spaß, immer neue Sachen als Burgerpatty neu zu entdecken und zu kombinieren. Da ich mir den Käse auf Burgern abgewöhnt habe, ist der Geschmack einfach noch viel toller. Denn Käse überdeckt einfach viel, genau wie auf Pizza, und das ist schade. 
Dieser Burger war gerade zu eine Geschmacksexplosion im Mund. Ich hab das Rezept aber nicht 1:1 übernommen... Die Burgersauce habe ich etwas modifiziert und die Auberginenscheiben habe ich so angebraten, wie wir es auch immer auf dem Grill machen: vorher mit reichlich Olivenöl (wir hatten tolles Olivenöl von einer Bekannten aus Italien) und Kräutersalz bestrichen. Das macht den Burger später so richtig würzig!

Im Fokus: Avocado und Aubergine - ein Traum :-)


Tomaten-Auberginen-Avocado-Burger

4 Burgerbrötchen
1-2 große Tomaten
1 Aubergine
1-2 Avocados
1 Zwiebel oder Röstzwiebeln
eine (kleine) Tasse voll Olivenöl, etwa 100 ml
grobes Kräutersalz
Öl, neutrales, zum Braten

6 EL Mayonnaise
4 EL Joghurt
2 EL Salsasauce, oder Zigenuersauce o.Ä.
1 TL Tomatenmark
ein paar Spritzer Tabasco
Salz, Pfeffer, evtl. eine Prise Zucker
 

Die Aubergine in Scheiben schneiden und auf einer großen Platte oder Teller ausbreiten. Das Olivenöl mit ein paar TL Kräutersalz mischen und die Marinade mit einem Pinsel auf die Auberginen schneiden streichen. Kurz einziehen lassen, Scheiben wenden und von der anderen Seite ebenfalls bestreichen.

Die Tomaten längst in große Scheiben schneiden, einige Salatblätter abzupfen und waschen. Das Fruchtfleisch aus der Avocado lösen und entweder eine Hälfte pro Burger nehmen, oder die Hälften jeweils noch mal halbieren. Die Zwiebel in Scheiben schneiden, alternativ kann man auch Röstzwiebeln nehmen. Alles auf einem Teller parat halten und beiseite stellen.

Alle Zutaten für die Burgersauce miteinander verrühren und mit Salz, etwas Pfeffer und evtl. mit etwas Zucker abschmecken.

Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die Auberginenscheiben von beiden Seiten gut anbraten, bis sie schön weich sind. Eventuell zwischendurch etwas Öl nachgießen.

Die Brötchen halbieren, und im Ganzen in der Mikrowelle ca. 30 Sekunden erwärmen, so werden sie schön weich und elastisch. Man kann sie auch im Ofen kurz knusprig machen, aber für ein richtiges Burgerfeeling muss es bei mir weich sein :-)

Beide Brötchenhälften mit der Sauce bestreichen, dann von unten nach oben etwas Salat, 2 Auberginenscheiben (je nach Größe), Avocado, eine Tomatenscheibe, ein paar Zwiebelringe (oder Röstzwiebeln) auf den Burger schichten. Zum Abschluss noch ein bisschen Sauce über den Belag verteilen, die andere Brötchenhälfte aufsetzen und den Burger etwas zusammendrücken. Bei Bedarf mit Zahnstochern fixieren.

Donnerstag, 16. Mai 2013

Berlin – and the lovely litte things that make life beautiful.

Soo.. wir sind wieder zu Hause und das Wetter hier ist mal wieder in einer Tour einfach nur schrecklich. Ich habe das Gefühl, wir haben hier seit 3 Monaten das reinste April-Wetter: kalt feucht warm trocken nass kalt heiß schön windig regnerisch grau trostlos. Schreckelisch! Man kann sich auf nichts einstellen…
 
Da wir (meine Eltern und ich) nach Berlin gefahren sind, um meiner Schwester in ihrer neuen Wohnung etwas unter die Arme zu greifen und wir auch nicht lange da waren, hatte ich leider keine Zeit ein paar vegane Läden abzuklappern. Wenn ich das nächste Mal da bin, muss das unbedingt geschehen… in Berlin sind einfach sooo viele Leute und auch so viele tolle Restaurants, Cafés und sonstige tolle Läden – die ganzen gespeicherten Favoriten müssen dann auch irgendwann mal abgearbeitet werden! ;-)
 
Natürlich haben wir trotzdem gut gegessen… als wir Mittwochabend völlig verspätet dank Stau auf der A2 ankamen, hatte mein verrückter Schwager-in-spe uns Pasta in einer leckeren Tomatensoße mit mediterranem Gemüse gekocht (leider kein Foto!). Eigentlich wollten wir essen gehen, aber es wurde einfach zu spät und im Nachhinein war das frische Essen genau das Richtige, um nach so einer schlauchenden Autofahrt wenigstens noch etwas in Schwung zu kommen.
 
Am zweiten Abend waren wir dann abends beim Spanier, Tapas-Premiere für meine Eltern und mich! Auch wenn die Auswahl an vegetarischen Tapas natürlich etwas begrenzter war, gab es dennoch einige Köstlichkeiten, die auch alle anderen wirklich köstlich fanden. Zum Beispiel:
 
– wahnsinnig süße, kleine und knackige, marinierte Champignons
– Auberginenscheiben mit Schafskäse
– Brot und Aioli
– Kichererbsen mit Möhren in einer pikanten Mandelsoße
– kleine Kartöffelchen mit einer Salzkruste, dazu zwei verschiedene Dips
– natürlich Oliven (auch wenn ich die nicht mag)
– eine wirklich tolle, Spinatquiche (wo auch gaaaaaaaanz viel Knoblauch drin war :-D)
– Kartoffeltortilla
– und ganz frische Kroketten gefüllt mit Spinat & Käse
 
Tapas! Im Restaurant fotografieren ist meistens nicht so erfüllend... :(
 
Diese Art zu Essen macht mir eigentlich wahnsinnig viel Spaß… eben viele, kleine & tolle Dinge, die auf dem Tisch stehen und man kann von allem probieren. Und es ist auch gut, dass man immer nur eine kleine Portion bekommt – so schlägt man sich nämlich nicht den Wanst voll und läuft auch keine Gefahr, das Essen ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr genießen zu können.
Am Freitag dann haben wir dann wieder zu Hause gegessen. Meine Schwester und ich haben zusammen gekocht und es hat wirklich Spaß gemacht, hoffentlich hat sie mal etwas Ablenkung bekommen… :-)
 
Wir hatten einen kleinen italienischen Abend mit Tomaten & Mozzarella, Baguette und gesalzener Butter, Schinken (natürlich nicht für mich), Kartoffelspalten mit Rosmarin und einen warmen Tomaten-Salat mit geröstetem Baguette und Pinienkernen drin! Lecker. Das Rezept war aus der GALA, aber wir haben es ein bisschen vereinfacht. Die Ölangaben fand ich irgendwie komisch, wir haben einfach das Öl direkt aus der Flasche auf die Tomaten und später dann noch über den fertigen Salat geben. Das muss man dann auch nach Gefühl und Geschmack machen – und wenn man doch etwas zuviel Öl dran hat, dann ist das auch wirklich nicht tragisch.
 
ein sehr entspannter, schöner Abend...
 
Mediterraner, warmer Tomatensalat
 
ca. 800 g Tomaten, kleine & aromatische
4 EL Olivenöl
Meersalz
Pfeffer
2 Knoblauchzehen, in feine Scheiben geschnitten
4 Stiel Thymian, grob gezupft
 
eine Packung Pinienkerne (50g)
6 Scheiben Baguette, oder mehr
3 EL Olivenöl
eine kleine Hand voll Basilikumblätter
3 EL schwarze Oliven, entsteint
nach Wunsch gehobelten italienischen Hartkäse
 
Für die Vinaigrette:
3-4 EL Aceto Balsamico
ca. 5 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
Zucker

Die Tomaten halbieren und gleichmäßig in einer Auflaufform verteilen, mit 4 EL Öl beträufeln und mit groben Meersalz (ruhig viel nehmen) und Pfeffer würzen (bitte nur frisch gemahlenen – alles andere ist schrecklich!). Knoblauch und Thymian auf den Tomaten verteilen, anschließend im heißen Ofen bei ca. 160-180°C ungefähr 50 Minuten garen.
 
(80°C waren uns zu wenig, und außerdem sollte ja alles zeitgleich auf dem Tisch stehen, wir hatten also erst eine etwas niedrigere Temperatur und später mit den Kartoffelspalten etwa 190°C, und das ging auch ohne Probleme)
 
Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett hellbraun rösten. Baguette würfeln und in einer Pfanne in 3 EL Öl von beiden Seiten goldbraun rösten. Herausnehmen und abkühlen lassen. Basilikum grob zupfen.
Die Tomaten aus dem Ofen nehmen und etwas abkühlen lassen. Für die Vinaigrette Balsamico, 5 EL Olivenöl, Salz, Pfeffer und 1 Prise Zucker verrühren und anschließend zusammen mit dem Brot, Pinienkernen und Oliven zu den Tomaten geben und alles gut durchmischen. Mit Basilikum – und nach Wunsch, mit Käse – bestreuen.
 
 
 
Am Samstag sind wir dann auch schon wieder zurück gefahren, mit einem kleinen Stop in Potsdam. Da gab’s bei der Cousine meiner Mutter einen herrlichen Butterkuchen mit einer Mandel-Zucker-Kruste… der war sooo lecker… liegt wohl in der Familie ;-) Ich habe wirklich die ganze Zeit über noch die ganzen Krümel von den Mandeln gegessen. So gut! Ich sollte mir wohl das Rezept zum Veganisieren schicken lassen. :-)
 

Dienstag, 7. Mai 2013

Sommerlicher Maianfang

Der Sommer ist da! Naja.. heute nicht mehr ;-) Dafür war die letzte Woche und das Wochenende umso schöner. Und während ich mich des Anblicks meines wunderschönen Maibaums erfreute, wollte ich natürlich für das passende Essen zu diesem tollen Wetter sorgen. Also…
 
Mai!
 
Da ich schon länger mal Pizzateig selber machen wollte, hatten wir uns überlegt eine leckere Rucola-Pizza zu machen. Im Kühlschrank hatten wir noch jede Menge Gemüse – Aubergine, Zucchini, Paprika – und ich kaufte noch Champignons. Natürlich haben wir beim Belegen der Pizza den Rucola für unsere Rucolapizza glatt vergessen und so war dort nur (vor)gegrilltes Gemüse drauf. ;-)

Die "Rucola"-Pizza ;-)

Das Wochenende über gab es auch selbstgemixte, superleckere bombastisch tolle Coladas. Mit oder ohne Alkohol ;-) Ich wünschte, ich hätte mehr schöne Cocktailgläser! Dann könnte ich meine Kreationen auch mal so richtig schön in Szene setzen… Aber das kommt noch :-)

Am Sonntag war es dann sehr warm und ich musste mir was für den ganzen Rucola überlegen. Soooo gerne mag ich den nämlich auch nicht, dass ich den pur essen könnte… es muss schon irgendwie alles stimmig sein und vor Allem muss der etwas bittere Geschmack ausgeglichen werden. Also wälzte ich Bücher und durchsuchte das Internet. In Tim Mälzers Greenbox wurde ich nicht fündig, ich hatte aber in meinem Teubner Vegetarisch einen warmen Auberginensalat markiert, den ich schon lange machen wollte. Zutaten: Auberginen, Zucchini, Tomaten, Zwiebeln, Schafskäse… okay alles da! Aber Rucola? Den wollte ich nicht warm haben, es sollte ja auch noch etwas frisch sein. Nach ein bisschen Stöbern fusionierte ich dann einen Rucola-Nudelsalat-Rezept mit dem Auberginensalat und so hatten wir einen wirklich tollen, dem Wetter angemessenen Rucola-Salat mit gegrilltem Gemüse!

 
Mediterraner Rucola-Salat mit gegrilltem Gemüse

Etwa 50g Rucola
Ca. 5-7 getrocknete Tomaten (in Öl)
1 Zwiebel
½ Zucchini
1 Aubergine
½ Packung kleine Champignons
1 Packung Schafskäse
Ca. 4-5 EL ÖL (Olivenöl und Öl aus dem Tomatenglas)
Ca. 1 EL dunklen Balsamicoessig
Salz, Pfeffer
2-3 EL Pinienkerne

Zwiebel in grobe Stücke schneiden und mit etwas Öl im Topf anbraten. Zucchini in Halbkreise schneiden, Aubergine grob würfeln, Champignons vierteln und alles zu den Zwiebeln in den Topf geben. Wenn alles einigermaßen weich geworden ist, Deckel drauf und etwas garen lassen. Von der Hitze nehmen, wenn alles gar genug ist (da entscheidet immer der persönliche Geschmack…).
Den Rucola waschen und in eine große Schüssel geben. Die getrockneten Tomaten grob zerkleinern und ebenfalls in die Schüssel geben. Etwa 2-3 EL Öl aus dem Tomatenglas nehmen und mit etwa 2 EL würzigem Olivenöl und 1 EL dunklem Balsamicoessig (ich kann das nicht so genau abschätzen, da wir so einen Zerstäuber da drauf haben – im Zweifel eher weniger!) verrühren, pfeffern und salzen.
Das Gemüse zum Rucola geben, das Dressing darüber geben und gut vermengen. Zum Schluss den Schafskäse würfeln und über den Salat geben. Ein paar Esslöffel Pinienkerne würden diesen Salat noch perfekt machen – ich hatte aber leider keine da!


Als kleine Erfrischung habe ich noch aus den unzähligen Gurken, die wir im Kühlschrank hatten, eine Gurkenkaltschale gemacht. Das Rezept war etwas abgewandelt aus der Greenbox, mit pürierter Gurke, Joghurt, Minze und Apfelessig, ich habe noch etwas Knoblauch dazu getan. Sehr lecker und erfrischend, aber ich liebe ja sowieso alles mit frischer Gurke, und so war auch die Hälfte davon schon vor dem Essen weg.

Das war wirklich ein schöner Monatsanfang und ich hoffe, meine ganze Energie, Kreativität und Schaffensfreude wird nicht so schnell verfliegen. Morgen fahre ich nach Berlin zu meiner Schwester, und da werde ich bestimmt etwas zu berichten haben! :-)

Mittwoch, 24. April 2013

Veganer Brokkoliauflauf – die Erste *schnapp*

Sooo… die schriftlichen Prüfungen hab‘ ich nun endlich hinter mir – jetzt kann mich nichts mehr aufhalten! :-)
Auch wenn ich es noch gar nicht realisiert habe, dass ich jetzt monatelang frei habe, ist es doch ein verdammt tolles Gefühl, so befreit zu sein… ohne jeglichen Druck, ganz plötzlich. Ich muss mir (erstmal) keinen Stress mehr machen und umso mehr kann ich jetzt das Kochen und Backen genießen.

Heute startete ich mal (wieder) einen Versuch in Sachen Veganisierung des heißgeliebten Brokkoliauflaufs! Eigentlich wollte ich einfach nur Nudeln mit der Brokkolisoße machen, aber irgendwie wollte ich dann doch was Neues ausprobieren. Also ran ans Werk: Nudeln aufgesetzt, Brokkoli in Gemüsebrühe gekocht. Die Brühe vom Brokkoli aufgefangen… ca. 1/3 bis die Hälfte des Brokkolis mit etwas Gemüsebrühe püriert, den Rest Sojajoghurt dazu und gemahlene Mandeln sowie eine Knoblauchzehe untergemischt. Räuchertofu und eine Zwiebel gewürfelt, zusammen mit den Nudeln und dem Brokkoli in einer Auflaufform verteilt und die Brokkolisoße drüber! Dann den leckeren Hefeschmelz gemacht und ab dafür ca. 35-40 Minuten in den Ofen…
 
Meine Güte, war ich gespannt. Ich koche so oft einfach frei nach Schnauze und normalerweise kommt dabei auch immer was Gutes raus, doch meine ersten veganen Aufläufe waren nicht so der Renner, weshalb ihr hier auch noch nichts dazu findet! Aber da die Komponenten ja quasi schon erprobt waren, hatte ich große Hoffnungen und wurde auch belohnt. Es war wirklich ziemlich lecker und gemahlene Nüsse / Kerne sind einfach sowas von genial in Soßen. Das scheint für mich der perfekte Ersatz für die Eier-Gratin-Masse des Original-Auflaufs zu sein und ist einfach so herrlich brokkolisch (;D), dass ich mich am liebsten einfach nur reinsetzen würde. Die Portion Hefeschmelz passt genau für eine Auflaufform und bildet eine dünne, krosse Schicht – darunter ist es eher cremig. Ich find’s total lecker und ich denke, ich werde – wenn ich Hefeschmelz mache – nur noch diesen machen! Die Hefe ist dort einfach nicht so dominant und er ist so schön cremig, das gefällt mir. Sieht echt aus wie Käse, oder? ;-) Und jetzt sag mir noch Einer, ein Auflauf ohne Eier und Milch wär nicht möglich … !

goldbraune Kruste... cremig-zart-kross – viel geiler als Käse!

Da ich heute eher nach Gefühl und Augenmaß gekocht habe, noch kein Rezept. Außerdem würde ich es gerne optimieren, sodass ich hoffentlich irgendwann meinen perfekten, veganen Brokkoliauflauf zu meinen Kreationen zählen kann! Hach, ich bin so glücklich! :-)

Mittwoch, 10. April 2013

Get ready for VEGAN LEBERWURST!

Voll im Abistress, obwohl ich schon sehr wenig mache! Es reicht schon, zu wissen, dass die Prüfungen anstehen und ich bin jeden Tag fix & foxy – völlig feddisch mit de Welt. Wenn ich nicht grade zum Arzt oder zur Apotheke renne, versuche ich möglichst jegliche unnötige Lernerei zu umgehen – Ablenkung ist immer genug da. Nur leider kommt nichts Sinnvolles dabei raus. :-( Egal.
 
Bevor es dann bald losgeht, möchte ich unbedingt noch dieses geniale Rezept loswerden. Das Rezept kursiert überall im Internet, sei es auf chefkoch, dem Blog von den Umsteigern oder beim Apfelvegetarier. Da ich Leberwurst immer gerne gegessen habe, mein Freund sie jedoch abgöttisch liebt, musste das natürlich ausprobiert werden! Und was soll ich sagen? Die Testpersonen hier im Haushalt bestätigten schon mal, dass es wirklich wie Leberwurst aussieht, so riecht und auch eigentlich so schmeckt! Wahnsinn…
 
Man braucht jedoch einen leistungsfähigen Mixer, denn die Masse ist wirklich sehr fest – oder viel Geduld! Meiner ist jedenfalls ein bisschen heiß gelaufen und roch danach ein paar Tage verkokelt… nicht so lecker! Wer seine Leberwurst eh etwas gröber mag, muss sich darum aber keine Sorgen machen. Ich mochte früher immer nur die feine… <selfirony> sonst hätte man ja ahnen können, was da drin ist </selfirony> ;-)
 
Das nächste Mal mache ich das ganze aber auch in einem Topf mit Deckel drauf. Vielleicht werden die Bohnen dadurch etwas garer bzw. weicher. Vielleicht gibt’s ja auch schon gekochte Bohnen? Und ich püriere es im Topf. War das vielleicht ein Akt… ich brauch unbedingt ‘nen neuen Mixer!

 
Kidneybohnen-Räuchertofu-Aufstrich… oder auch VEGANE LEBERWURST!
Für 3 Portionen (2  habe ich als Würste eingefroren – klappt super)

1 kleine Zwiebel
1 Dose Kidneybohnen (Abtropfgewicht 225g)
100 g Räuchertofu, oder mehr nach Geschmack
2-3 EL Öl
2 TL Majoran
Salz, Pfeffer – frisch gemahlen
 
Zwiebel klein hacken und in 1 EL Öl andünsten. Majoran dazugeben und mit dünsten. Die abgetropften Bohnen ebenfalls dazugeben und etwas garen lassen.
Ein bisschen Salz und Pfeffer vorab an die Masse geben, ich mach das immer so nach Gefühl… etwa 1-2 ordentliche Drehungen?
Von der Hitze nehmen, den Tofu zerbröseln und dazugeben und mit 1-2 EL Öl (je nach dem, wie geschmeidig die Masse ist) mit dem Stabmixer pürieren.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken, falls nötig. Nach Belieben Petersilie oder Schnittlauch untermengen.
 
 Ein wenig zerknittert aber unheimlich praktisch! Für den Notfall immer was da!
 
PS: Ich hatte den  Räuchertofu (bio) von Soja so lecker (2x175g) für 1,99 beim Real gekauft. Was ein Glück, dass der Tofu beim DM (Alnatura) ausverkauft war, denn den hatte ich letztens und der schmeckt so ganz und gar nicht geräuchert. Aber dieser Tofu hat wirklich richtig gut geschmeckt, sogar „roh“ – richtig lecker. In Scheiben geschnitten macht der sich auch gut auf’m Brot oder klein geschnibbelt in Nudelsalat bestimmt auch gut!

Sonntag, 31. März 2013

Lichtblicke in grauen Zeiten

Erdbeer-Bananen-Sojajoghurt-Shake!
Bei mir ist momentan echt die Luft raus: obwohl Ferien sind, war die Woche sehr anstrengend und ich war so fertig, dass ich auch gar nicht erst über’s Kochen oder Backen nachdachte. Und auch wenn das nicht die schönsten Tage waren, gab es doch ein paar Sachen die mich zumindest etwas aufgeheitert haben…

Am Samstag war ich mit meinem Bruder bei der Sissi Nr. 1 brunchen und sie hat mir einen phänomenal geilen Matcha-Shake gemacht. Das Rezept ist von Attila Hildmann und etwas abgewandelt. Zum Brunch gab’s Bagels, Obstsalat und frischen Saft. Außerdem hatte sie einen wirklich tollen Aufstrich von Tartex da: „Rucola & Senf“. Richtig lecker und echt mal was anderes als diese 0-8-15 Aufstriche. 
 
Den Shake habe ich mir zu Hause auch gemixt, allerdings nicht mit richtigem Mandelmus. Für mein „Mandelmus“ habe ich gemahlene Mandeln mit etwas Öl und Wasser solange vermengt, bis es cremig wurde. Allerdings ist es viel grober und ich hatte den Eindruck, dass es umso länger es im Kühlschrank steht, irgendwie bitter wird – dafür ist es aber auch um einiges günstiger!  Aber für den Moment hat’s gereicht und außerdem musste ich noch gemahlene Mandeln verwerten. :-) 

 
Matcha-Bananen-Hafer-Shake

300 ml Hafermilch
50 g weißes Mandelmus
70 g Banane (oder mehr, nach Geschmack)
1-2 EL Agavendicksaft, nach Geschmack
1 Msp. Gemahlene Vanille
1 leicht gehäufter TL Matcha
 
Alle Zutaten in ein hohes Gefäß geben und mit dem Stabmixer ordentlich durchmixen. Sofort servieren. Wer es kälter mag, kann noch ein paar Eiswürfel dazugeben.

Unser Brunch, Obstsalat & Matchashake!
 
Am Sonntag  wollten wir vor der Arbeit dann noch was schnelles, aber leckeres essen und ich bin irgendwie mal wieder zu Höchstform aufgelaufen. Improvisation á la „Was haben wir denn hier noch so rumstehen“ und dabei ist ein wirklich leckerer Salat herausgekommen! Richtig gut… dazu gab’s Pommes mit veganer Mayonnaise – yummie!


Feldsalat mit gebratenem Spargel und Senf-Dressing
 
1/2 Packung Feldsalat
1 kleine Möhre
1 Zwiebel
4-5 Datteln
1 Glas Spargel, oder ca. 10-15 mittelgroße Stangen frischen Spargel
3 EL Salatkernemix (besteht zum größten Teil aus Pinienkernen und Kürbiskernen)
2 kleinere Tomaten, oder mehrere Cocktailtomaten

Für das Dressing
2 EL Joghurt
2 EL Essig
2 EL Olivenöl
1 TL Senf, mittelscharf
1 TL Agavendicksaft
Salz & Pfeffer

Möhre schälen und grob raspeln. Die Zwiebel in Würfel schneiden. Die Datteln ebenfalls klein würfeln. Das Wasser vom Spargel abgießen und die Stangen in ca. 2 cm lange Stücke schneiden.
In einer kleinen Pfanne etwas Öl erhitzen.
Zwiebeln glasig dünsten, dann das restliche Gemüse hinzugeben und alles schön anbraten. Optimal wäre natürlich, wenn der Spargel auch etwas braun wird, aber dafür ist der aus dem Glas wohl zu wässrig.
Das Gemüse nicht zu dunkel anbraten und von der Hitze nehmen.

Für das Dressing Joghurt, Essig, Olivenöl, Senf und Agavendicksaft verrühren. Mit etwas Salz und Pfeffer würzen.
Salat kurz waschen, gut abtropfen und in eine große Salatschüssel geben. Die Tomaten würfeln und ebenfalls dazugeben. Dann das restliche Gemüse sowie die Kerne dazugeben und kurz vermengen.

Je nach Geschmack mag es dem ein oder anderem etwas zu viel Dressing sein. Einfach die Hälfte machen und schauen, ob es einem genügt. Oder das Dressing separat zum Salat reichen. :-)
 

Sonntag, 17. März 2013

Proteste & Gelüste


Meine Schulzeit neigt sich so langsam dem Ende zu und unsere Stufe hat zur Aufbesserung unserer Kasse fast jeden Freitag einen Kuchenverkauf veranstaltet. Am Freitag war der letzte :-(, und da bei uns die Lehrer regelrechte Kuchen-Buffet-Fräsen sind (sie kommen angeströmt, wenn man sich mit dem Tablett dem Lehrerzimmer nähert), dachte ich mir, ich biete ihnen mal was anspruchsvolleres als Rührkuchen. 

Bei Heldin wurde ich wieder fündig und habe diesen grandiosen Mandel-Beeren-Streuselkuchen gebacken. Der war wirklich herrlich: süß, sauer, weich, knusprig – eigentlich ein perfekter Streuselkuchen. Und der ging auch ratz-fatz weg in der Schule. Zum Glück hab‘ ich noch ein Stück ergattern können… Lecker!


Das Ganze war aber auch sehr eigennützig, denn der zurückgekehrte Winter mit Schnee und Eis – MITTE MÄRZ – ging mir gehörig auf die Nerven und somit war dieser sommerliche Kuchen mein Protest gegen dieses furchtbare, kalt-nasse Winterwetter. Ich kann’s echt nicht mehr sehen!

Mein nächster Protest war der selbstgemachte Fruchteistee, mit schwarzem Tee und einer Früchteteemischung, frischer Minze, Zitronensaft und etwas Grenadine. Fruchtig-frisch-lecker, aber mein Lieblingseistee ist und bleibt Pfirsicheistee. Meiner Meinung nach ist der von Nestea der Beste, da die aber zur Coke Company gehören, ist das ein starker innerer Konflikt für mich, dem ich irgendwie entgegenwirken muss. Habe mich bisher aber nicht an Pfirsicheistee herangewagt… das wird sich wahrscheinlich schon bald ändern!
Als Ansporn habe ich nämlich bei Tee Gschwendner zugeschlagen und mir einen wunderbar-duftenden mit Pfirsich aromatisierten Rooibos-Tee mitgenommen. Mal sehen! ;-)



Und nachdem ich dieses Wochenende leider nicht zum Backen sündiger Pie’s oder Cupcakes gekommen bin (nicht meine Schuld!!), wollte ich mich wenigstens IRGENDWIE in der Küche austoben – das ist schließlich mein Hobby. Mir Essen zu machen, kann mir zum Glück keiner verbieten, also gab es richtig geile (;D) Kartoffeln.

Seit mein Freund für mich mal selber Kartoffelspalten gemacht hat, sind wir total verrückt danach. Nach und nach haben wir dann unsere Lieblingsrezeptur bis hin zur Perfektion (nach unserem Geschmack) optimiert ;-) Am liebsten haben wir sie mit Kümmel; Rosmarin schmeckt aber auch super. Dazu gab’s heute Möhrchen und Kohloräbchen mit einer sahnigen Mehlschwitze. Früher war das einer meiner absoluten Lieblingsessen – Kohloräbchen mit „weißer“ Soße und Kartoffeln – und ist über die Jahre irgendwie in Vergessenheit geraten. Warum, weiß ich nicht, aber inzwischen ist Kohlrabi wieder regelmäßig bei uns im Kühlschrank und ich habe ihn wieder für mich entdeckt! :-)

Hunger!

Rustikale Kartoffelspalten
Für zwei Portionen

6-8 mittelgroße, festkochende Kartoffeln
2-3 EL Olivenöl
1 gestr. TL Salz
½ TL frisch gemahlenen Pfeffer
1 TL gemahlener Kümmel

Backofen auf 190°C (Umluft) vorheizen.
Kartoffeln waschen und abtrocknen. In einer größeren Schüssel das Olivenöl mit Salz, Pfeffer und Kümmel weites gehend vermischen (es wird sich nicht lösen). Die Kartoffeln in Spalten schneiden. Je nach Wunsch können diese dicker oder dünner sein, ich mag sie lieber dünn und kriege so meistens ca.12-15 Spalten aus einer Kartoffel (je nach Größe) raus.
Kartoffelspalten in die Schüssel geben und am besten mit den Händen alles gut vermengen, sodass alle Spalten mit der Marinade bedeckt sind. Ein Blech mit Backpapier auslegen und die Kartoffeln gleichmäßig darauf verteilen. Je nach Dicke der Spalten ca. 30-35 Minuten goldbraun backen. Dabei ist es nicht schlimm, wenn manche Stellen etwas dunkler werden.

Dazu essen wir am liebsten kräuterquark-ähnliche Dips aus Frischkäse und/oder Joghurt mit frischen Kräutern oder Minze und etwas Pfeffer.

Dienstag, 5. März 2013

Fiesta! – Part I

Ipanema! Lieblingscocktail... ;-)
Nach dem ganzen Klausurstress in den letzten Wochen kann ich nun schon die Tage abzählen, bis endlich Schluss ist – mit der Schule. Zwischendrin hatte ich entweder keine Lust oder keine Zeit, großartig zu kochen oder ein bisschen für den Blog zu schreiben.
Jetzt wollte ich mich mal wieder richtig austoben und hatte auch schon längere Zeit einen schönen Mottoabend geplant. Da mein Freund total auf Aioli und den ganzen Kram steht, dachte ich an spanische / mexikanische Küche. Ich tüftelte also wie jeck herum und irgendwann stand mein Menüplan in etwa, wobei mangels Zeit- und Ofenmanagement so einiges wieder gestrichen werden musste … ;-)

Letztendlich gab es ein kleines Chili sin Carne, gefüllte Pilze und Datteln, ein Peperoni-Ciabatta (Rewe), ein paar (leider nicht sooo gelungene) „Hackbällchen“, Süßkartoffelchips, eine Honigmelonen-Paprika-Salsa, Guacamole sowie Aioli und dazu noch ein paar Nachos :-)
Aus Ermangelung an Speck für die Datteln, bin ich dem genialen Einfall meines Freundes gefolgt und habe sie mit RAUCHMANDELN gefüllt – einfach genial. Und hat auch super geschmeckt; die Mandeln geben wie der Speck sonst das gewisse Extra, wenn gleich ich zugeben muss, dass die unvegetarische Variante natürlich auch sehr lecker ist.
Die Salsa war für mich der absolute Hit, ich habe sie aus Tim Mälzer’s Greenbox, etwas abgewandelt. Das Rezept war ursprünglich mit Mango, aber da ich noch eine Honigmelone zu verwerten hatte, musste eben die dran glauben. Die Salsa kam dann in die Pilze und ich war mir erst nicht sicher, ob das passen würde, aber es hat richtig gut geschmeckt. Es war ein herrlicher Kontrast zwischen den herzhaften Pilzen und der frischen Salsa. Oben drauf gab es etwas geriebenen Käse und das Ganze kam dann ca. 20 Minuten in den Backofen. Die Salsa passt aber auch herrlich zu Brot oder zum Dippen von was auch immer man dippen möchte :-)

Tischlein deck dich! Isset nich schön?

Honigmelonen-Paprika-Salsa

1 rote Paprika (oder gemischt)
¼ Honigmelone
1 kleine, rote Zwiebel (ich hab‘ sie weggelassen)
1 kleine, rote Chilischote (falls erwünscht)
1-2 EL frisch gehackten Koriander
1 Limette
2-3 EL Olivenöl
Salz
1 TL Zucker

Paprika und Honigmelone entkernen, das Fruchtfleisch der Melone von der Schale lösen und alles möglichst klein würfeln. Je nach Bedarf Zwiebel und Chilischote ebenfalls fein würfeln. Etwas Koriander hacken und untermengen. Mit dem Saft von einer Limette und 2-3 EL Olivenöl verrühren, mit Salz und 1 TL Zucker würzen. Etwa 10 Minuten ziehen lassen.

Neben der Super-Salsa hat mich die Aioli auch ziemlich weggehauen. Ich wollte nun endlich mal vegane Mayonnaise selber machen und wollte dann die Hälfte zur Aioli abwandeln. Ich war wirklich so verblüfft, wie einfach es ist. Ich hatte zwar schon einige Rezepte gesehen bzw. gelesen, aber das… hätte ich nicht erwartet. Innerhalb weniger Sekunden war meine Mayonnaise richtig fest. Unglaublich. So einfach. Ich werde nie wieder Mayonnaise kaufen! Und sie schmeckt SO gut. Ich als totale Pommes-mit-Mayo-Fanatikerin hab schon so einige Mayonnaisen gegessen und ich finde sie schmeckt auf Grund ihrer Süße in etwa wie diese Industriemayonnaisen. Aber guuuut! Und den Unterschied würde bestimmt keiner merken…

Sie ist allerdings etwas sehr fest geworden. Da ich mein Essen auch stets von der chemischen Seite betrachte,  habe ich vorhin nochmal einen Kontroll-Versuch gemacht – da ist sie ganz anders geworden: viel cremiger – dafür war der Geschmack nicht mehr so gut. In einem weiteren Kontroll-Versuch war die Sojamilch gekühlt. Ergebnis: es hat nicht funktioniert. Das hatte mich eigentlich nicht wirklich überrascht, denn bei einer Emulsion ist es oft von Vorteil, wenn alle Komponenten die gleiche Temperatur haben. Könnte mir also auch vorstellen, wenn man alles vorher etwas kühl stellt (auch das Öl), dass es dann ebenso gut funktioniert.
Die meisten Rezepte haben ein Mischverhältnis (Sojamilch und Öl) von 1:2. Benutzt habe ich die Alpro Soya Original. Ich kann mir vorstellen, dass es mit vielen „light“ Produkten nicht so gut funktionieren wird, da dort weniger Sojabohnen drin sind und folglich wahrscheinlich auch weniger Sojalecithin, was emulgieren kann.

Vegane Mayonnaise

100 ml Sojamilch – Zimmertemperatur
200 ml Öl
Ca. 1 EL Senf
Ca. 2-3 TL frischen Zitronensaft, oder Essig
Pfeffer, Salz
Evtl. Zucker

Sojamilch mit Senf und Zitronensaft in ein hohes Gefäß geben. Dann das Öl hinzugeben. Auf Grund der geringeren Dichte bleibt das Öl oben und es bilden sich zwei Phasen, deshalb ist es nicht wirklich erforderlich, das Öl später erst hinzuzugeben. Den Pürierstab auf den Boden des Bechers stellen und ca. 20-30 Sekunden mixen, ohne den Mixer zu bewegen. Dann langsam das restliche Öl in die Emulsion einarbeiten, d.h. Mixer etwas hoch ziehen und das Öl einfließen lassen, und dann noch ein paar Mal gut durchmixen. Mit Pfeffer und Salz abschmecken, eventuell noch etwas Zucker dazugeben.
Super zu leckerem Brot aber auch unglaublich toll zu Nachos :D

Peperoni-Ciabatta von Rewe!

Samstag, 23. Februar 2013

Die Kunst des Sushi

Sushi von A. und mir :)
Entscheidend für gutes Sushi ist noch vor der Füllung – der Reis. Er muss schön klebrig sein, aber auch nicht zu sehr. Dafür muss der Reis wirklich sehr gut gewaschen werden, was mich immer besonders schmerzt, weil dabei Unmengen an Wasser verbraucht werden.

Als ich das erste Mal Sushireis gekocht habe, ist er mir ganz jämmerlich verbrannt. :-( Dadurch war ich erst mal lange Zeit entmutigt, bis ich zusammen mit meiner Schwester letztens wieder selber Sushi gemacht habe. Hat super funktioniert, ohne Anbrennen, eigentlich sogar relativ „einfach“ – die 40-Minuten-Methode:
 

10 Minuten waschen
10 Minuten ruhen lassen
10 Minuten kochen
10 Minuten ruhen lassen
 

Was brauchen wir?

Geröstete Algen „Nori-Blätter“
400 g Sushireis

3-4 EL Reisessig
1 guter EL Zucker
1 guter TL Salz


Schritt 1 – Waschen
Hierfür kann man unterschiedlich vorgehen. Man kann den Reis in einem Sieb solange waschen, bis er einigermaßen klar ist. Das verbraucht wohl am meisten Wasser. Ich gebe den Reis meistens in ein Sieb, das genau in den Topf passt, in dem der Reis später auch gekocht wird. Ich lasse dann erst etwas durch das Sieb laufen, hänge es dann in den Topf und stelle diesen komplett unter Wasser; dabei rühre ich auch mit einem Löffel etwas im Reis, sodass sich von den Reiskörnern die Stärke lösen kann. Dann schütte ich das Wasser ab (oder es kommt in die Gießkanne oder ins Beet). Diesen Vorgang wiederhole ich dann einige Male, bis das Wasser nicht mehr ganz so trüb wird.
Den Reis gebe ich nun in den Topf und fülle das Ganze mit Wasser auf, bis es ca. 1cm über dem Reis steht.

Den Reis nun etwa 10 Minuten ruhen lassen.

Schritt 2 – Kochen
Den Reis auf mittlerer Hitze erhitzen und ca. 10 Minuten kochen lassen, bis das gesamte Wasser aufgesogen wurde. Den Deckel dabei nicht abnehmen. Wer einen Topf mit Glasdeckel hat, kann durch leichtes Kippen des Topfes sehen, wie viel Wasser noch übrig ist (das Wasser setzt sich ja dann ab).

Den Reis vom Herd nehmen und weitere 10 Minuten quellen lassen.

Schritt 3 – Abkühlen und Würzen
Den Reis auf ein Brett oder in eine große Schüssel in einer dünnen Schicht geben (kühlt schneller ab). Traditionell wird er jetzt gefächert ;-)
Reisessig, Zucker und Salz verrühren, in der Mikrowelle erwärmen, sodass sich Zucker und Salz lösen.
Die Mischung auf den Reis träufeln und mit einem Holzlöffel einige Furchen im Reis ziehen (nicht rühren). Den Reis einige Male unter- bzw. umheben
Den Reis bis zur weiteren Verwendung mit einem feuchten Tuch abdecken.

Schritt 4 – Rollen vorbereiten
Gewünschte Füllung (z.B. Gurke, Möhre, Tofu, eingelegtes Gemüse oder whatever) in feine, längliche Streifen schneiden.
Für kleine Sushirollen, geröstete Noriblätter einmal in der Mitte halbieren. Den Reis nun möglichst gleichmäßig und dünn zu ca. 2/3 auf das Algenblatt (dabei sollte die glatte Seite unten sein, also außen) auftragen. Am Besten man benutzt hierfür einen Spatel / Kochlöffel / Messer, oder hat sogar Einweghandschuhe an, der Reis klebt ganz schön.
Nun die Füllung mittig auf den Reis geben.


Schritt 5 – Rollen
Die Sushimatte (Bambusmatte) nach Möglichkeit mit Klarsichtfolie umwickeln, so klebt weniger. Das Algenblatt sollte an der unteren Kante der Matte liegen. Nun schlagen wir das Algenblatt samt Füllung so um, sodass noch ein ca. 1 cm großer breiter Rand stehen bleibt. Dieser muss frei von Reis sein, sonst hält das alles nicht so toll. Die Rolle fest andrücken, und dann das restliche Blatt eindrehen – und wenn’s nicht so gut hält einfach mit etwas Wasser anfeuchten und alles nochmal gut andrücken und drehen.

Die Rolle mit einem SCHARFEN Messer nun erst in 2 Hälften schneiden (bitte nicht drücken, dann flutscht alles raus), und dann in die gewünschte Größe kleinscheiden. Ich mag lieber relativ kleines Sushi, hat man mehr von, mehr Sojasauce und so weiter ;-) Zwischendurch das Messer immer wieder in etwas Wasser anfeuchten, damit es nicht so klebt.

Schritt 6 – Genießen
Mit Sojasauce, eingelegtem Ingwer und nach Geschmack mit etwas Wasabi anrichten und genießen ;-)

Mein erstes gelungenes Sushi von mir alleine :)