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Donnerstag, 5. September 2013

It's all about ... Pfirsiche!

Jüngst durfte auch ich die positive Seite von sozialen Netzwerken am eigenen Leibe spüren. Durch eine Facebookgruppe bin ich auf ein Angebot ein paar sehr netter Menschen gestoßen, die die Pfirsiche ihres Baumes verschenkten –  und so kam es, dass in unserer Küche auf einmal ca. 10 Kilo Pfirsiche standen.
Ich freute mich wirklich sehr über das großzügige Angebot, denn früher kriegten wir zwar auch von ein paar Bekannten Pfirsiche, aber die haben inzwischen alle ihre Bäume raus gerissen, sodass es dieses Jahr keine gab. Meine Schwester wollte auch ein paar haben –  also nahmen wir den ganzen Sonntag die Küche in Beschlag und kochten Marmelade und Chutney!

Am Freitag hatte ich bereits Pflaumen-Chutney (das Rezept allerdings mit nur 150ml Balsamico) gekocht, das war echt lecker. Für die Pfirsiche hatte ich mir dieses Chutney-Rezept (mit Agavendicksaft statt Honig) rausgesucht, muss allerdings sagen, dass ich davon etwas enttäuscht war. Der Pfirsichgeschmack wurde einfach zu sehr überdeckt, es schmeckt zwar fruchtig und ist auch lecker (wenn auch nicht so lecker wie das Pflaumen-Chutney), aber halt irgendwie nicht nach Pfirsichen!
Das waren die beiden ersten Chutneys, die ich gekocht habe. Ich denke, festeres Obst und Gemüse eignet sich dafür besser. Die Pfirsiche zum Beispiel haben noch seeeehr viel Flüssigkeit abgegeben, und so mussten wir nach fast 1 ½ Stunden Kochzeit aufgeben (weil es einfach nicht eindickte) und haben mit Guarkernmehl nachgeholfen. Beim Pflaumen-Chutney war das überhaupt kein Problem, obwohl die Pflaumen natürlich auch noch Flüssigkeit abgegeben haben.

Pfirsich-Chutney vor und nach dem Kochen!
... und wozu isst man Chutney jetzt?

Tja, das habe ich mich auch gefragt. Mango-Chutney eignet sich zum Beispiel gut für asiatische süß-sauer Gerichte. Für herzhaftere Chutneys empfehlen viele Leute Fleisch oder Käse. Hmpf, ist jetzt alles nicht so vegan. Aber letzten Endes entscheidet der Geschmack, und da es im Grunde auch nur ein etwas aufwändigerer Dip ist, sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Ich kann es mir zum Beispiel gut für Salatdressings vorstellen. Oder etwas verdünnt für Sommerrollen (nachdem mir die fertiggekaufte Hoisin-Sauce ÜBERHAUPT NICHT geschmeckt hat, ja da stell ich mir das sehr gut vor!). Zu Brot passt es sowieso. Vielleicht auch als Dip für ausgebackenes Gemüse, Tofuspieße, Rohkost... Als Dip für jegliches Grillgut, sei es jetzt vegan oder nicht. Ihr seht also: kein Grund zum Verzweifeln. ;-)


Nun zur Marmelade. Die Pfirsiche waren eher klein, die Schale recht fest. Wir haben die Pfirsiche dann gehäutet. Die Haut lässt sich ganz einfach abziehen, wenn man die Pfirsiche in einer Schüssel mit heißem Wasser überbrüht, und sie darin auch etwas schwimmen lässt. Wenn man viele Pfirsiche verarbeiten muss, empfiehlt es sich außerdem, eine Schüssel mit Zitronensaft und kaltem Wasser bereitzustellen, in die man dann die fertig enthäuteten Pfirsiche tut. So werden sie nicht braun.
Wir haben normale Marmelade mit 1:1 Gelierzucker gekocht und ein raffiniertes Rezept mit Vanille, Thymian und 2:1 Gelierzucker. Das ist wirklich edel und ich freue mich schon darauf, mit dieser Marmelade einen Kuchen einzustreichen, denn sie ist einfach total himmlisch! ;-)


Raffinierte Pfirsichmarmelade mit Thymian und Vanille
(Rezept von Chefkoch.de)

1 kg Pfirsiche, entsteint (und ggf. enthäutet)
1 Vanilleschote
Saft von einer Zitrone oder ein Päckchen Zitronensäure
3 Zweige Thymian (nur die Blättchen, nicht die Äste)
1 Paket (500g) Gelierzucker 2:1

Die Pfirsiche kleinschneiden und mit Zitronensaft, Vanille und Thymian in einem großen Topf fein pürieren. Den Gelierzucker unterrühren und die Marmelade nach Packungsanweis


Von den restlichen Pfirsichen habe ich noch Pfirsichkompott eingekocht und einen Pfirsichlikör angesetzt. Ich hoffe er wird was dann poste ich das Rezept :-) Er riecht und schmeckt (upps) auf jeden Fall jetzt schon sehr aromatisch, hätte ich nicht gedacht. Und er ist sowas von rot geworden!

Und hier noch ein Nachtrag: Ein Bild von der wunderschönen Backmischung!

Donnerstag, 11. Juli 2013

Womit ich groß geworden bin – Mama's perfekte Erdbeermarmelade

Tja, der Titel sagt schon alles, oder? Bei uns gab es immer selbstgemachte Marmelade, und auch Gelee. Früher war ca. ¼ unseres Gartens noch ein Obst- und Gemüsebeet  und das fand ich toll. Wir hatten einfach alles im Garten: Rhabarber, rote und schwarze Johannisbeeren, Himbeeren, Brombeeren, gelbe und rote Tomaten, Fleischtomaten, Gurken, Zucchini, Kartoffeln, rotes Basilikum (!) und natürlich diverse andere gängige Kräuter, Zitronenmelisse, Waldmeister, und was weiß ich, was wir sonst noch hatten. Ganz besonders stolz war ich aber natürlich immer auf MEINE Erdbeeren. Ich habe sie gehegt und gepflegt, immer neues Stroh hingelegt, mich über jede neue Blüte gefreut und dann schließlich irgendwann alle gepflückt. Das war extrem toll, so als kleines Kind.
Aber natürlich hat meine Mama nicht von den paar Beeren soviel Marmelade gekocht. Ich weiß nicht, ob es stimmt, aber ich würde meine Heimat, das Rheinische Land, als Erdbeerland bezeichnen. Denn so ist es. In den Geschäften, auch in den Discountern, werden die Erdbeeren von hier verkauft, man kann sie direkt beim Bauern im Hofladen oder an den zahlreichen Ständen, die überall an den Straßenrändern aufgebaut sind, kaufen, oder man geht eben selber pflücken. Dann hieß es damals: Gartenschuhe an, Kappe oder Hut auf, die größten Schüsseln ausgekramt, die wir hatten, und ab auf's Erdbeerfeld. Aber umso älter man wird, umso weniger Lust hat man da drauf. :-D Immerhin wird die Distanz zu den Erdbeeren ja auch immer größer ;-) Aber an dieser Stelle muss ich den ganzen Saisonarbeitern echt großen Respekt zollen: das ist ein Knochenjob, wirklich hart, aber er macht so viele Menschen hier glücklich – Danke!

Lieblingsbild! ♥

Erdbeer-Marmelade zu kochen ist echt simpel und eigentlich schon fast zu einfach, um das Rezept hier reinzustellen. Aber doch esse ich immer wieder (selbstgemachte) Erdbeermarmelade, die einfach nicht an die von meiner Mama rankommt. Liegt's an den Erdbeeren? Ich weiß es nicht.
Auf jeden Fall haben wir diese Woche wieder Marmelade gekocht. Und weil's so schön war, hier in vielen tollen Bildern, wie meine Mama Marmelade kocht! Erdbeeren muss man doch irgendwie zelebrieren, oder? ;-)


Mama's perfekte Erdbeermarmelade

Was ihr braucht:

1000-1100g Erdbeeren, ohne Grün (ein bisschen mehr ist immer besser, sagt Mama)
1 kg Gelierzucker
1 Päckchen Zitronensäure
einige Marmeladengläser

Die Marmeladengläser und -deckel spülen und mit klarem Wasser abwaschen (keine Spülireste in den Gläsern!!!). Zur Seite stellen.
Die Erdbeeren waschen, das Grün entfernen. Erdbeeren abwiegen, aber meistens passt das schon.
Die Erdbeeren in einem hohen Topf mit dem Stabmixer fein pürieren und dann die Herdplatte anmachen. Gelierzucker und Zitronensäure dazu geben und gut rühren, bis sich alles aufgelöst hat. Bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen. Ab und zu muss man vielleicht den Topf hochheben oder von der Platte nehmen, da es sehr spritzen kann; wer einen sehr hohen Topf hat, muss da aber nichts befürchten.
Die Marmelade soll 4 Minuten sprudelnd kochen, danach nimmt man sie von der Hitze. Mit einem Löffel den Schaum abnehmen und in eine Schüssel geben. Dann die Marmelade in die Gläser füllen und noch heiß (aber Vorsicht, nicht jeder ist so hardcore wie meine Mama... siehe Foto!) verschließen. 
Fertig.







Mittwoch, 10. April 2013

Get ready for VEGAN LEBERWURST!

Voll im Abistress, obwohl ich schon sehr wenig mache! Es reicht schon, zu wissen, dass die Prüfungen anstehen und ich bin jeden Tag fix & foxy – völlig feddisch mit de Welt. Wenn ich nicht grade zum Arzt oder zur Apotheke renne, versuche ich möglichst jegliche unnötige Lernerei zu umgehen – Ablenkung ist immer genug da. Nur leider kommt nichts Sinnvolles dabei raus. :-( Egal.
 
Bevor es dann bald losgeht, möchte ich unbedingt noch dieses geniale Rezept loswerden. Das Rezept kursiert überall im Internet, sei es auf chefkoch, dem Blog von den Umsteigern oder beim Apfelvegetarier. Da ich Leberwurst immer gerne gegessen habe, mein Freund sie jedoch abgöttisch liebt, musste das natürlich ausprobiert werden! Und was soll ich sagen? Die Testpersonen hier im Haushalt bestätigten schon mal, dass es wirklich wie Leberwurst aussieht, so riecht und auch eigentlich so schmeckt! Wahnsinn…
 
Man braucht jedoch einen leistungsfähigen Mixer, denn die Masse ist wirklich sehr fest – oder viel Geduld! Meiner ist jedenfalls ein bisschen heiß gelaufen und roch danach ein paar Tage verkokelt… nicht so lecker! Wer seine Leberwurst eh etwas gröber mag, muss sich darum aber keine Sorgen machen. Ich mochte früher immer nur die feine… <selfirony> sonst hätte man ja ahnen können, was da drin ist </selfirony> ;-)
 
Das nächste Mal mache ich das ganze aber auch in einem Topf mit Deckel drauf. Vielleicht werden die Bohnen dadurch etwas garer bzw. weicher. Vielleicht gibt’s ja auch schon gekochte Bohnen? Und ich püriere es im Topf. War das vielleicht ein Akt… ich brauch unbedingt ‘nen neuen Mixer!

 
Kidneybohnen-Räuchertofu-Aufstrich… oder auch VEGANE LEBERWURST!
Für 3 Portionen (2  habe ich als Würste eingefroren – klappt super)

1 kleine Zwiebel
1 Dose Kidneybohnen (Abtropfgewicht 225g)
100 g Räuchertofu, oder mehr nach Geschmack
2-3 EL Öl
2 TL Majoran
Salz, Pfeffer – frisch gemahlen
 
Zwiebel klein hacken und in 1 EL Öl andünsten. Majoran dazugeben und mit dünsten. Die abgetropften Bohnen ebenfalls dazugeben und etwas garen lassen.
Ein bisschen Salz und Pfeffer vorab an die Masse geben, ich mach das immer so nach Gefühl… etwa 1-2 ordentliche Drehungen?
Von der Hitze nehmen, den Tofu zerbröseln und dazugeben und mit 1-2 EL Öl (je nach dem, wie geschmeidig die Masse ist) mit dem Stabmixer pürieren.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken, falls nötig. Nach Belieben Petersilie oder Schnittlauch untermengen.
 
 Ein wenig zerknittert aber unheimlich praktisch! Für den Notfall immer was da!
 
PS: Ich hatte den  Räuchertofu (bio) von Soja so lecker (2x175g) für 1,99 beim Real gekauft. Was ein Glück, dass der Tofu beim DM (Alnatura) ausverkauft war, denn den hatte ich letztens und der schmeckt so ganz und gar nicht geräuchert. Aber dieser Tofu hat wirklich richtig gut geschmeckt, sogar „roh“ – richtig lecker. In Scheiben geschnitten macht der sich auch gut auf’m Brot oder klein geschnibbelt in Nudelsalat bestimmt auch gut!

Dienstag, 5. März 2013

Fiesta! – Part I

Ipanema! Lieblingscocktail... ;-)
Nach dem ganzen Klausurstress in den letzten Wochen kann ich nun schon die Tage abzählen, bis endlich Schluss ist – mit der Schule. Zwischendrin hatte ich entweder keine Lust oder keine Zeit, großartig zu kochen oder ein bisschen für den Blog zu schreiben.
Jetzt wollte ich mich mal wieder richtig austoben und hatte auch schon längere Zeit einen schönen Mottoabend geplant. Da mein Freund total auf Aioli und den ganzen Kram steht, dachte ich an spanische / mexikanische Küche. Ich tüftelte also wie jeck herum und irgendwann stand mein Menüplan in etwa, wobei mangels Zeit- und Ofenmanagement so einiges wieder gestrichen werden musste … ;-)

Letztendlich gab es ein kleines Chili sin Carne, gefüllte Pilze und Datteln, ein Peperoni-Ciabatta (Rewe), ein paar (leider nicht sooo gelungene) „Hackbällchen“, Süßkartoffelchips, eine Honigmelonen-Paprika-Salsa, Guacamole sowie Aioli und dazu noch ein paar Nachos :-)
Aus Ermangelung an Speck für die Datteln, bin ich dem genialen Einfall meines Freundes gefolgt und habe sie mit RAUCHMANDELN gefüllt – einfach genial. Und hat auch super geschmeckt; die Mandeln geben wie der Speck sonst das gewisse Extra, wenn gleich ich zugeben muss, dass die unvegetarische Variante natürlich auch sehr lecker ist.
Die Salsa war für mich der absolute Hit, ich habe sie aus Tim Mälzer’s Greenbox, etwas abgewandelt. Das Rezept war ursprünglich mit Mango, aber da ich noch eine Honigmelone zu verwerten hatte, musste eben die dran glauben. Die Salsa kam dann in die Pilze und ich war mir erst nicht sicher, ob das passen würde, aber es hat richtig gut geschmeckt. Es war ein herrlicher Kontrast zwischen den herzhaften Pilzen und der frischen Salsa. Oben drauf gab es etwas geriebenen Käse und das Ganze kam dann ca. 20 Minuten in den Backofen. Die Salsa passt aber auch herrlich zu Brot oder zum Dippen von was auch immer man dippen möchte :-)

Tischlein deck dich! Isset nich schön?

Honigmelonen-Paprika-Salsa

1 rote Paprika (oder gemischt)
¼ Honigmelone
1 kleine, rote Zwiebel (ich hab‘ sie weggelassen)
1 kleine, rote Chilischote (falls erwünscht)
1-2 EL frisch gehackten Koriander
1 Limette
2-3 EL Olivenöl
Salz
1 TL Zucker

Paprika und Honigmelone entkernen, das Fruchtfleisch der Melone von der Schale lösen und alles möglichst klein würfeln. Je nach Bedarf Zwiebel und Chilischote ebenfalls fein würfeln. Etwas Koriander hacken und untermengen. Mit dem Saft von einer Limette und 2-3 EL Olivenöl verrühren, mit Salz und 1 TL Zucker würzen. Etwa 10 Minuten ziehen lassen.

Neben der Super-Salsa hat mich die Aioli auch ziemlich weggehauen. Ich wollte nun endlich mal vegane Mayonnaise selber machen und wollte dann die Hälfte zur Aioli abwandeln. Ich war wirklich so verblüfft, wie einfach es ist. Ich hatte zwar schon einige Rezepte gesehen bzw. gelesen, aber das… hätte ich nicht erwartet. Innerhalb weniger Sekunden war meine Mayonnaise richtig fest. Unglaublich. So einfach. Ich werde nie wieder Mayonnaise kaufen! Und sie schmeckt SO gut. Ich als totale Pommes-mit-Mayo-Fanatikerin hab schon so einige Mayonnaisen gegessen und ich finde sie schmeckt auf Grund ihrer Süße in etwa wie diese Industriemayonnaisen. Aber guuuut! Und den Unterschied würde bestimmt keiner merken…

Sie ist allerdings etwas sehr fest geworden. Da ich mein Essen auch stets von der chemischen Seite betrachte,  habe ich vorhin nochmal einen Kontroll-Versuch gemacht – da ist sie ganz anders geworden: viel cremiger – dafür war der Geschmack nicht mehr so gut. In einem weiteren Kontroll-Versuch war die Sojamilch gekühlt. Ergebnis: es hat nicht funktioniert. Das hatte mich eigentlich nicht wirklich überrascht, denn bei einer Emulsion ist es oft von Vorteil, wenn alle Komponenten die gleiche Temperatur haben. Könnte mir also auch vorstellen, wenn man alles vorher etwas kühl stellt (auch das Öl), dass es dann ebenso gut funktioniert.
Die meisten Rezepte haben ein Mischverhältnis (Sojamilch und Öl) von 1:2. Benutzt habe ich die Alpro Soya Original. Ich kann mir vorstellen, dass es mit vielen „light“ Produkten nicht so gut funktionieren wird, da dort weniger Sojabohnen drin sind und folglich wahrscheinlich auch weniger Sojalecithin, was emulgieren kann.

Vegane Mayonnaise

100 ml Sojamilch – Zimmertemperatur
200 ml Öl
Ca. 1 EL Senf
Ca. 2-3 TL frischen Zitronensaft, oder Essig
Pfeffer, Salz
Evtl. Zucker

Sojamilch mit Senf und Zitronensaft in ein hohes Gefäß geben. Dann das Öl hinzugeben. Auf Grund der geringeren Dichte bleibt das Öl oben und es bilden sich zwei Phasen, deshalb ist es nicht wirklich erforderlich, das Öl später erst hinzuzugeben. Den Pürierstab auf den Boden des Bechers stellen und ca. 20-30 Sekunden mixen, ohne den Mixer zu bewegen. Dann langsam das restliche Öl in die Emulsion einarbeiten, d.h. Mixer etwas hoch ziehen und das Öl einfließen lassen, und dann noch ein paar Mal gut durchmixen. Mit Pfeffer und Salz abschmecken, eventuell noch etwas Zucker dazugeben.
Super zu leckerem Brot aber auch unglaublich toll zu Nachos :D

Peperoni-Ciabatta von Rewe!

Sonntag, 20. Januar 2013

Einmal Mettbrötchen, bitte!

… Mett?! Ja, richtig, Mett.
Davor habe ich mich schon immer gegruselt, weil es so roh war, ich habe es aber trotzdem gerne gegessen. Ich war sehr skeptisch, als ich die ganzen veganen Mettrezepte durchlas. Wie soll man schon aus Puffreis Mett machen? Aber das Ergebnis hat mich total geschockt, es hat wirklich wie Mett geschmeckt und sah auch so aus, bleibt sogar genauso zwischen den Zähnen hängen… ;-) Ich war so geschockt, weil es so authentisch geschmeckt hat, dass ich sogar ein bisschen Bauchschmerzen bekam. Ich musste mir wirklich bewusst machen, dass das kein Mett ist, was ich da esse, sondern Puffreis. Und dann ging’s auch. 

Mein Freund war übrigens total begeistert davon. Da er sich zur Zeit als Vegetarier versucht, kam ihm das Mett und natürlich auch die vegane Lyoner sehr gelegen („Endlich wieder Wurst!“). Er hat es wirklich verschlungen, und bat mich sogar eine Portion davon für ihn zu Karneval zu machen. Den Geschmackstest hat das vegane Reiswaffel-Mett also auf jeden Fall bestanden. Und hier das Rezept:

Veganes Reiswaffel-„Mett“
für eine kleine Portion

25 g Reiswaffeln (ca. 3 Stück)
1 EL Tomatenmark
100 ml Wasser
1 gestr. TL Salz
Pfeffer
Paprikapulver

Die Reiswaffeln in einer Schüssel möglichst klein zerbröseln - umso feiner die Brösel, desto feiner auch das Mett.  Das Wasser mit dem Tomatenmark und dem Salz mischen, mit Pfeffer und Paprikapulver würzen (mit dem Pfeffer etwas vorsichtig würzen, lieber nachwürzen, bevor es zu sehr nach Pfeffer schmeckt). Das Gemisch über die Reiswaffeln geben und alles mit einem Löffel gut vermengen. Die Reiswaffeln saugen sich sehr schnell voll.


Kostenpunkt ca. 0,20€ pro Portion, wenn man davon ausgeht, dass man Tomatenmark und die Gewürze immer da hat, Zeitaufwand ca. 5 Minuten und sofort genießbar.

Montag, 14. Januar 2013

Selbstgemachter Soja-Frischkäse - die Suche nach einem veganen Frischkäse-Ersatz Teil II

Nun, also ich weiß nicht. Ich glaube, ein würdiger Frischkäse-Ersatz der in Konsistenz, Geschmack und Farbe mit dem Original mithalten kann, ist mit haushaltsüblichen Mitteln nicht möglich. Vielleicht probiere ich es doch mal mit dem Fertigprodukt aus dem Kühlregal (wobei der ja auch nicht so toll sein soll).

Auf jeden Fall habe ich Frischkäse hier zu Hause selber gemacht. Die Konsistenz war eigentlich ganz okay, ziemlich fest, aber geschmacklich… irgendwie hat er nach Käsekuchen geschmeckt ?! Da habe ich also durch Zufall die perfekte Grundmasse für veganen Käsekuchen gefunden: Soja-"Frischkäse"! Aber nach Frischkäse hat das echt nicht geschmeckt und sah auch nicht so aus, deshalb habe ich auch kein Bild davon gemacht. Das Rezept poste ich trotzdem, denn wie gesagt, als "Frischkäse"-Ersatz oder eventuell Seidentofu-Ersatz ist das Rezept ziemlich gut (für Käsekuchen, höhö). ;-)

Selbstgemachter Soja-"Frischkäse"

500 ml Sojamilch
1 kleine Zitrone (alternativ Essig)
Salz

Die Sojamilch erhitzen; sobald sie aufkocht langsam den Zitronensaft hinzugeben und umrühren. Die Milch flockt jetzt aus. Von der Kochplatte nehmen und etwa 20 Minuten stehen lassen.
Dann ein Sieb mit einem Küchentuch auskleiden und die Milch hineingießen. Etwas salzen und einige Zeit abtropfen lassen (etwa 1-2 Stunden). Das Tuch aus dem Sieb nehmen und über der Spüle ausdrücken, je nachdem, wie fest man den "Frischkäse" haben möchte.
Mit Salz abschmecken und nach Wunsch verfeinern (Kräuter, Paprika-Pulver, Curry,...).

Anmerkung: Angeblich soll man aus einem Liter Sojamilch 500 g Frischkäse bekommen, in meinem Rezept wären das also 250 g. Ich hatte aber nur knapp 100 g rausbekommen. Ich hatte die Alpro Soya light, vielleicht klappt es mit anderen Sorten besser (höherer Anteil an Sojabohnen?).

Sonntag, 13. Januar 2013

Das Yofu-Tzaziki-Desaster

Ich LIEBE Tzaziki. Früher habe ich es immer mit dem voll-fetten griechischen Joghurt (mit 10% Fett!) gemacht, und ich weiß, Eigenlob stinkt, aber ich habe noch nie ein besseres gegessen. Ich mag’s nicht, wenn es zu quarkähnlich ist, flüssig soll es auch nicht sein. Trotzdem habe ich mich jetzt mit Sojajoghurt versucht – und war total enttäuscht. Das lag weniger an der Konsistenz (lässt sich mit Abtropfen des Joghurts sowieso beliebig gestalten), als mehr an dem süßlichen „Natur“-Yofu von Alpro. Mein Tzaziki war süß – schrecklich! Als es am nächsten Tag durchgezogen war, ging’s zwar einigermaßen, aber in Zukunft kaufe ich den Alpro Yofu Natur nicht mehr (zumindest für herzhaftes).

Habe dann aus lauter Verzweiflung meine Lieblingsbloggerin angeschrieben, und sie riet mir zu Provamel. Nach gründlicher Suche im Internet bin ich dann auch mehrfach darauf gestoßen, dass Alpro wohl die Rezeptur verändert hat und der Yofu dadurch süß und etwas vanillig schmeckt, viele rieten daher zu Sojade oder eben Provamel.
Soweit ich mich erinnere, führt unser Globus auch Provamel, also wird der nächste Versuch damit gemacht. Das Tzaziki landete aber trotzdem nicht in der Tonne, für einen schnellen Wrap war es dann doch gut genug (ich merk‘ schon, Wraps gibt’s jetzt bei mir bestimmt öfter…). ;-)

Tzaziki
 
200g (Soja-)Joghurt (bitte NICHT Alpro!)
1/3 Gurke (normale Salatgurke)
1-2 Knoblauchzehen
Salz, Pfeffer
Ggf. Kräuter nach Wunsch

Die Gurke reiben, einsalzen und in ein mit Küchenpapier ausgelegtes Sieb geben. Die Gurke etwa 15-30min abtropfen lassen, ggf. noch etwas ausdrücken.
Knoblauch in den Joghurt pressen und die geriebene Gurke unterrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen, im Kühlschrank gut durch ziehen lassen und danach eventuell nochmals abschmecken.

Sonntag, 6. Januar 2013

Cashew-Creme - die Suche nach einem veganen Frischkäse-Ersatz Teil I

Auf der Suche nach einem würdigen Frischkäse-Ersatz bin ich über verschiedene Cashew-"Frischkäse"-Rezepte gestolpert und habe mich dann auch daran versucht. Das Ergebnis ist lecker, kann aber mit meiner Vorstellung von Frischkäse nicht mithalten. Die Creme ist eben einfach nicht "frisch". Ich habe schon überlegt, das nächste Mal eventuell noch etwas Joghurt drunter zu mischen. Außerdem werde ich die Cashewkerne dann auch länger einweichen lassen - dann geht das pürieren einfacher und vielleicht wird's dann ja frischer.

Naja, auf jeden Fall gab es die Creme heute zum Frühstück, einmal mit etwas Dill und groben Salz und einmal mit Karamellsirup. Das war schon sehr lecker. Zum Glück steh ich total auf Cashews, sonst würde ich wahrscheinlich viel davon wegtun, und das wäre die totale Verschwendung. :-(

Ein genaues Rezept habe ich jetzt nicht verfolgt, sondern verschiedene Rezepte zusammen gemixt und daraus ist dann (in etwa) das hier entstanden:

Cashew-Creme

100 g Cashewkerne
ca. 1 EL Öl
2 TL Zitronensaft
1/2 TL Senf
Wasser
Salz, Pfeffer

Cashewkerne mindestens 1 Stunde in Wasser einweichen.
Cashewkerne mit dem Öl pürieren, dabei bitte immer kleine Pausen machen, damit der Motor vom Pürierstab (o.Ä.) nicht überhitzt. Wasser schluckweise hinzufügen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Zitronensaft und Senf dazugeben und nochmal gut durch pürieren. Mit Salz und Pfeffer noch mal abschmecken.


Freitag, 4. Januar 2013

Happy New Year 2013!


So, die Weihnachtstage und Silvester sind jetzt erst mal überstanden, die Familie verteilt sich wieder und langsam kehrt der Alltag wieder zurück.

Ich war ganz froh, Silvester mit meiner Schwester und ihrem Freund zu feiern, denn es war ganz gemütlich und so musste ich mir auch keine schrille Silvesterparty antun. ;-)

Wir hatten ein vegetarisches Raclette mit Kartoffeln, Champignons, weißem & grünen Spargel, Cocktailtomaten, Rosmarin-Ofenkartoffeln, Staudensellerie, Cornichons und Knoblauch-Süßkartoffelchips; zum Nachtisch gab es Schokoladenspieße mit Erdbeeren und Ananas. Zum Knabbern hatten wir Nachos da und meine Schwester hat eine wirklich leckere Guacamole gemacht. Hier das Rezept:

Guacamole

2 Avocados
1 Limette
1 kleine Zwiebel
n.B. Chilischote(n)
n.B. Koriander
1 EL (Soja-)Joghurt
Salz, Pfeffer

Die Avocados häuten und mit dem Saft einer Limette mit einer Gabel zerdrücken. Eine kleine Zwiebel und eine Hand voll Koriander fein hacken, wer es schärfer mag, eine Chilischote (oder mehr) ebenfalls fein hacken und dazugeben. 1 EL Joghurt unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.



Für mich gab es dazu den ganzen Abend Ipanema (alkoholfreier Caipirinha). Dazu einfach eine halbe Limette vierteln, mit braunem Zucker zerstoßen, crushed-ice dazugeben und mit Ginger Ale auffüllen. Geht schnell, ist einfach und sehr lecker.