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Mittwoch, 24. April 2013

Veganer Brokkoliauflauf – die Erste *schnapp*

Sooo… die schriftlichen Prüfungen hab‘ ich nun endlich hinter mir – jetzt kann mich nichts mehr aufhalten! :-)
Auch wenn ich es noch gar nicht realisiert habe, dass ich jetzt monatelang frei habe, ist es doch ein verdammt tolles Gefühl, so befreit zu sein… ohne jeglichen Druck, ganz plötzlich. Ich muss mir (erstmal) keinen Stress mehr machen und umso mehr kann ich jetzt das Kochen und Backen genießen.

Heute startete ich mal (wieder) einen Versuch in Sachen Veganisierung des heißgeliebten Brokkoliauflaufs! Eigentlich wollte ich einfach nur Nudeln mit der Brokkolisoße machen, aber irgendwie wollte ich dann doch was Neues ausprobieren. Also ran ans Werk: Nudeln aufgesetzt, Brokkoli in Gemüsebrühe gekocht. Die Brühe vom Brokkoli aufgefangen… ca. 1/3 bis die Hälfte des Brokkolis mit etwas Gemüsebrühe püriert, den Rest Sojajoghurt dazu und gemahlene Mandeln sowie eine Knoblauchzehe untergemischt. Räuchertofu und eine Zwiebel gewürfelt, zusammen mit den Nudeln und dem Brokkoli in einer Auflaufform verteilt und die Brokkolisoße drüber! Dann den leckeren Hefeschmelz gemacht und ab dafür ca. 35-40 Minuten in den Ofen…
 
Meine Güte, war ich gespannt. Ich koche so oft einfach frei nach Schnauze und normalerweise kommt dabei auch immer was Gutes raus, doch meine ersten veganen Aufläufe waren nicht so der Renner, weshalb ihr hier auch noch nichts dazu findet! Aber da die Komponenten ja quasi schon erprobt waren, hatte ich große Hoffnungen und wurde auch belohnt. Es war wirklich ziemlich lecker und gemahlene Nüsse / Kerne sind einfach sowas von genial in Soßen. Das scheint für mich der perfekte Ersatz für die Eier-Gratin-Masse des Original-Auflaufs zu sein und ist einfach so herrlich brokkolisch (;D), dass ich mich am liebsten einfach nur reinsetzen würde. Die Portion Hefeschmelz passt genau für eine Auflaufform und bildet eine dünne, krosse Schicht – darunter ist es eher cremig. Ich find’s total lecker und ich denke, ich werde – wenn ich Hefeschmelz mache – nur noch diesen machen! Die Hefe ist dort einfach nicht so dominant und er ist so schön cremig, das gefällt mir. Sieht echt aus wie Käse, oder? ;-) Und jetzt sag mir noch Einer, ein Auflauf ohne Eier und Milch wär nicht möglich … !

goldbraune Kruste... cremig-zart-kross – viel geiler als Käse!

Da ich heute eher nach Gefühl und Augenmaß gekocht habe, noch kein Rezept. Außerdem würde ich es gerne optimieren, sodass ich hoffentlich irgendwann meinen perfekten, veganen Brokkoliauflauf zu meinen Kreationen zählen kann! Hach, ich bin so glücklich! :-)

Mittwoch, 10. April 2013

Get ready for VEGAN LEBERWURST!

Voll im Abistress, obwohl ich schon sehr wenig mache! Es reicht schon, zu wissen, dass die Prüfungen anstehen und ich bin jeden Tag fix & foxy – völlig feddisch mit de Welt. Wenn ich nicht grade zum Arzt oder zur Apotheke renne, versuche ich möglichst jegliche unnötige Lernerei zu umgehen – Ablenkung ist immer genug da. Nur leider kommt nichts Sinnvolles dabei raus. :-( Egal.
 
Bevor es dann bald losgeht, möchte ich unbedingt noch dieses geniale Rezept loswerden. Das Rezept kursiert überall im Internet, sei es auf chefkoch, dem Blog von den Umsteigern oder beim Apfelvegetarier. Da ich Leberwurst immer gerne gegessen habe, mein Freund sie jedoch abgöttisch liebt, musste das natürlich ausprobiert werden! Und was soll ich sagen? Die Testpersonen hier im Haushalt bestätigten schon mal, dass es wirklich wie Leberwurst aussieht, so riecht und auch eigentlich so schmeckt! Wahnsinn…
 
Man braucht jedoch einen leistungsfähigen Mixer, denn die Masse ist wirklich sehr fest – oder viel Geduld! Meiner ist jedenfalls ein bisschen heiß gelaufen und roch danach ein paar Tage verkokelt… nicht so lecker! Wer seine Leberwurst eh etwas gröber mag, muss sich darum aber keine Sorgen machen. Ich mochte früher immer nur die feine… <selfirony> sonst hätte man ja ahnen können, was da drin ist </selfirony> ;-)
 
Das nächste Mal mache ich das ganze aber auch in einem Topf mit Deckel drauf. Vielleicht werden die Bohnen dadurch etwas garer bzw. weicher. Vielleicht gibt’s ja auch schon gekochte Bohnen? Und ich püriere es im Topf. War das vielleicht ein Akt… ich brauch unbedingt ‘nen neuen Mixer!

 
Kidneybohnen-Räuchertofu-Aufstrich… oder auch VEGANE LEBERWURST!
Für 3 Portionen (2  habe ich als Würste eingefroren – klappt super)

1 kleine Zwiebel
1 Dose Kidneybohnen (Abtropfgewicht 225g)
100 g Räuchertofu, oder mehr nach Geschmack
2-3 EL Öl
2 TL Majoran
Salz, Pfeffer – frisch gemahlen
 
Zwiebel klein hacken und in 1 EL Öl andünsten. Majoran dazugeben und mit dünsten. Die abgetropften Bohnen ebenfalls dazugeben und etwas garen lassen.
Ein bisschen Salz und Pfeffer vorab an die Masse geben, ich mach das immer so nach Gefühl… etwa 1-2 ordentliche Drehungen?
Von der Hitze nehmen, den Tofu zerbröseln und dazugeben und mit 1-2 EL Öl (je nach dem, wie geschmeidig die Masse ist) mit dem Stabmixer pürieren.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken, falls nötig. Nach Belieben Petersilie oder Schnittlauch untermengen.
 
 Ein wenig zerknittert aber unheimlich praktisch! Für den Notfall immer was da!
 
PS: Ich hatte den  Räuchertofu (bio) von Soja so lecker (2x175g) für 1,99 beim Real gekauft. Was ein Glück, dass der Tofu beim DM (Alnatura) ausverkauft war, denn den hatte ich letztens und der schmeckt so ganz und gar nicht geräuchert. Aber dieser Tofu hat wirklich richtig gut geschmeckt, sogar „roh“ – richtig lecker. In Scheiben geschnitten macht der sich auch gut auf’m Brot oder klein geschnibbelt in Nudelsalat bestimmt auch gut!

Sonntag, 31. März 2013

Lichtblicke in grauen Zeiten

Erdbeer-Bananen-Sojajoghurt-Shake!
Bei mir ist momentan echt die Luft raus: obwohl Ferien sind, war die Woche sehr anstrengend und ich war so fertig, dass ich auch gar nicht erst über’s Kochen oder Backen nachdachte. Und auch wenn das nicht die schönsten Tage waren, gab es doch ein paar Sachen die mich zumindest etwas aufgeheitert haben…

Am Samstag war ich mit meinem Bruder bei der Sissi Nr. 1 brunchen und sie hat mir einen phänomenal geilen Matcha-Shake gemacht. Das Rezept ist von Attila Hildmann und etwas abgewandelt. Zum Brunch gab’s Bagels, Obstsalat und frischen Saft. Außerdem hatte sie einen wirklich tollen Aufstrich von Tartex da: „Rucola & Senf“. Richtig lecker und echt mal was anderes als diese 0-8-15 Aufstriche. 
 
Den Shake habe ich mir zu Hause auch gemixt, allerdings nicht mit richtigem Mandelmus. Für mein „Mandelmus“ habe ich gemahlene Mandeln mit etwas Öl und Wasser solange vermengt, bis es cremig wurde. Allerdings ist es viel grober und ich hatte den Eindruck, dass es umso länger es im Kühlschrank steht, irgendwie bitter wird – dafür ist es aber auch um einiges günstiger!  Aber für den Moment hat’s gereicht und außerdem musste ich noch gemahlene Mandeln verwerten. :-) 

 
Matcha-Bananen-Hafer-Shake

300 ml Hafermilch
50 g weißes Mandelmus
70 g Banane (oder mehr, nach Geschmack)
1-2 EL Agavendicksaft, nach Geschmack
1 Msp. Gemahlene Vanille
1 leicht gehäufter TL Matcha
 
Alle Zutaten in ein hohes Gefäß geben und mit dem Stabmixer ordentlich durchmixen. Sofort servieren. Wer es kälter mag, kann noch ein paar Eiswürfel dazugeben.

Unser Brunch, Obstsalat & Matchashake!
 
Am Sonntag  wollten wir vor der Arbeit dann noch was schnelles, aber leckeres essen und ich bin irgendwie mal wieder zu Höchstform aufgelaufen. Improvisation á la „Was haben wir denn hier noch so rumstehen“ und dabei ist ein wirklich leckerer Salat herausgekommen! Richtig gut… dazu gab’s Pommes mit veganer Mayonnaise – yummie!


Feldsalat mit gebratenem Spargel und Senf-Dressing
 
1/2 Packung Feldsalat
1 kleine Möhre
1 Zwiebel
4-5 Datteln
1 Glas Spargel, oder ca. 10-15 mittelgroße Stangen frischen Spargel
3 EL Salatkernemix (besteht zum größten Teil aus Pinienkernen und Kürbiskernen)
2 kleinere Tomaten, oder mehrere Cocktailtomaten

Für das Dressing
2 EL Joghurt
2 EL Essig
2 EL Olivenöl
1 TL Senf, mittelscharf
1 TL Agavendicksaft
Salz & Pfeffer

Möhre schälen und grob raspeln. Die Zwiebel in Würfel schneiden. Die Datteln ebenfalls klein würfeln. Das Wasser vom Spargel abgießen und die Stangen in ca. 2 cm lange Stücke schneiden.
In einer kleinen Pfanne etwas Öl erhitzen.
Zwiebeln glasig dünsten, dann das restliche Gemüse hinzugeben und alles schön anbraten. Optimal wäre natürlich, wenn der Spargel auch etwas braun wird, aber dafür ist der aus dem Glas wohl zu wässrig.
Das Gemüse nicht zu dunkel anbraten und von der Hitze nehmen.

Für das Dressing Joghurt, Essig, Olivenöl, Senf und Agavendicksaft verrühren. Mit etwas Salz und Pfeffer würzen.
Salat kurz waschen, gut abtropfen und in eine große Salatschüssel geben. Die Tomaten würfeln und ebenfalls dazugeben. Dann das restliche Gemüse sowie die Kerne dazugeben und kurz vermengen.

Je nach Geschmack mag es dem ein oder anderem etwas zu viel Dressing sein. Einfach die Hälfte machen und schauen, ob es einem genügt. Oder das Dressing separat zum Salat reichen. :-)
 

Sonntag, 24. März 2013

Schoko-Kokos-Cupcakes

Frühling?!

Es war mal wieder Resteverwertung angesagt. Im Küchenschrank hatte ich noch eine angefangene Packung Kokosraspeln gefunden. Es macht mir Riesenspaß, mich durch Vegan Cupcakes Take Over The World zu backen, bisher war jedes Rezept wirklich gut. Leider kann ich nicht jede Woche richtige Cupcakes, also mit schön Frosting und Verzierung, machen, denn das isst hier keiner. :-(
Ich war total verunsichert, da der Teig so fest war. Hatte noch ein paar Esslöffel mehr Kokosmilch rangegeben, nur um dann über dem Rezept zu lesen:

„This batter is a little thicker than most cake batters so don’t panic and think you did something wrong.“ ;-)

Bei Gelegenheit werde ich mal die Coffee Buttercream als Frosting für die Cupcakes ausprobieren und mit getoasteten Kokosraspeln oder Schokoladen-Kaffee-Bohnen verzieren. :-)
Diese habe ich lediglich mit weißer Kuvertüre besprenkelt. Die ist natürlich nicht vegan gewesen, aber irgendwann muss ich die Packung mal aufbrauchen, denn eigentlich mag ich weiße Kuvertüre / Schokolade nicht sooo gern... deshalb bleibt die auch immer übrig.

Schoko-Kokos-Cupcakes

175 g Mehl
45 g Kakaopulver
1 ½ TL Backpulver
¼ TL Salz
55 g Kokosfett
250 ml Kokosmilch
120 g Zucker
1 TL Vanilleextrakt
1 ½ EL Kokossirup, oder wenn vorhanden 1-2 TL Kokosextrakt
50 g Kokosraspel

Ofen auf 180°C vorheizen, Muffinform mit Papierförmchen auslegen.
Das Kokosfett in einem kleinen Topf bei niedriger Hitze schmelzen; abkühlen lassen. Mehl, Kakao, Backpulver und Salz mischen. In einer Rührschüssel Kokosmilch, Zucker, Vanille- und Kokosextrakt vermischen und anschließend das geschmolzene Kokosfett einrühren. Die Mehlmischung Löffel für Löffel einrühren und jedes Mal gut vermischen. Den Teig geschmeidig mixen. Zum Schluss die Kokosraspeln unterheben.
Den Teig zu 2/3 in die Förmchen einfüllen und für ca. 25 min bei 180°C backen. Direkt aus der Form lösen und auf einem Gitter auskühlen lassen.

Sonntag, 17. März 2013

Proteste & Gelüste


Meine Schulzeit neigt sich so langsam dem Ende zu und unsere Stufe hat zur Aufbesserung unserer Kasse fast jeden Freitag einen Kuchenverkauf veranstaltet. Am Freitag war der letzte :-(, und da bei uns die Lehrer regelrechte Kuchen-Buffet-Fräsen sind (sie kommen angeströmt, wenn man sich mit dem Tablett dem Lehrerzimmer nähert), dachte ich mir, ich biete ihnen mal was anspruchsvolleres als Rührkuchen. 

Bei Heldin wurde ich wieder fündig und habe diesen grandiosen Mandel-Beeren-Streuselkuchen gebacken. Der war wirklich herrlich: süß, sauer, weich, knusprig – eigentlich ein perfekter Streuselkuchen. Und der ging auch ratz-fatz weg in der Schule. Zum Glück hab‘ ich noch ein Stück ergattern können… Lecker!


Das Ganze war aber auch sehr eigennützig, denn der zurückgekehrte Winter mit Schnee und Eis – MITTE MÄRZ – ging mir gehörig auf die Nerven und somit war dieser sommerliche Kuchen mein Protest gegen dieses furchtbare, kalt-nasse Winterwetter. Ich kann’s echt nicht mehr sehen!

Mein nächster Protest war der selbstgemachte Fruchteistee, mit schwarzem Tee und einer Früchteteemischung, frischer Minze, Zitronensaft und etwas Grenadine. Fruchtig-frisch-lecker, aber mein Lieblingseistee ist und bleibt Pfirsicheistee. Meiner Meinung nach ist der von Nestea der Beste, da die aber zur Coke Company gehören, ist das ein starker innerer Konflikt für mich, dem ich irgendwie entgegenwirken muss. Habe mich bisher aber nicht an Pfirsicheistee herangewagt… das wird sich wahrscheinlich schon bald ändern!
Als Ansporn habe ich nämlich bei Tee Gschwendner zugeschlagen und mir einen wunderbar-duftenden mit Pfirsich aromatisierten Rooibos-Tee mitgenommen. Mal sehen! ;-)



Und nachdem ich dieses Wochenende leider nicht zum Backen sündiger Pie’s oder Cupcakes gekommen bin (nicht meine Schuld!!), wollte ich mich wenigstens IRGENDWIE in der Küche austoben – das ist schließlich mein Hobby. Mir Essen zu machen, kann mir zum Glück keiner verbieten, also gab es richtig geile (;D) Kartoffeln.

Seit mein Freund für mich mal selber Kartoffelspalten gemacht hat, sind wir total verrückt danach. Nach und nach haben wir dann unsere Lieblingsrezeptur bis hin zur Perfektion (nach unserem Geschmack) optimiert ;-) Am liebsten haben wir sie mit Kümmel; Rosmarin schmeckt aber auch super. Dazu gab’s heute Möhrchen und Kohloräbchen mit einer sahnigen Mehlschwitze. Früher war das einer meiner absoluten Lieblingsessen – Kohloräbchen mit „weißer“ Soße und Kartoffeln – und ist über die Jahre irgendwie in Vergessenheit geraten. Warum, weiß ich nicht, aber inzwischen ist Kohlrabi wieder regelmäßig bei uns im Kühlschrank und ich habe ihn wieder für mich entdeckt! :-)

Hunger!

Rustikale Kartoffelspalten
Für zwei Portionen

6-8 mittelgroße, festkochende Kartoffeln
2-3 EL Olivenöl
1 gestr. TL Salz
½ TL frisch gemahlenen Pfeffer
1 TL gemahlener Kümmel

Backofen auf 190°C (Umluft) vorheizen.
Kartoffeln waschen und abtrocknen. In einer größeren Schüssel das Olivenöl mit Salz, Pfeffer und Kümmel weites gehend vermischen (es wird sich nicht lösen). Die Kartoffeln in Spalten schneiden. Je nach Wunsch können diese dicker oder dünner sein, ich mag sie lieber dünn und kriege so meistens ca.12-15 Spalten aus einer Kartoffel (je nach Größe) raus.
Kartoffelspalten in die Schüssel geben und am besten mit den Händen alles gut vermengen, sodass alle Spalten mit der Marinade bedeckt sind. Ein Blech mit Backpapier auslegen und die Kartoffeln gleichmäßig darauf verteilen. Je nach Dicke der Spalten ca. 30-35 Minuten goldbraun backen. Dabei ist es nicht schlimm, wenn manche Stellen etwas dunkler werden.

Dazu essen wir am liebsten kräuterquark-ähnliche Dips aus Frischkäse und/oder Joghurt mit frischen Kräutern oder Minze und etwas Pfeffer.