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Sonntag, 27. Januar 2013

Es beginnen "Goldene Zeiten" ... !

... und gold bedeut hier VEGAN. Denn das Goldene Zeiten ist ein wirklich kleiner "Supermarkt" für vegane Produkte. Hier ist alles rein pflanzlich und direkt gegenüber gibt es sogar ein Geschäft für vegane Schuhe und Gürtel (Vegane Zeiten). Die Geschäfte liegen zwischen Zülpicher und Barbarossaplatz, direkt um die Ecke bei Basic. Die beiden Geschäfte sind in der Weyerstr. 63 bzw. 48-52 zu finden.

Obwohl der Laden echt klein ist, ist die Auswahl doch schon recht groß! Man hat auch überhaupt nicht das Gefühl, dass der Laden vollgestopft wäre, eher im Gegenteil. Man fühlt sich richtig wohl. In der Mitte stehen ein paar Stehtische mit Magazinen (z.B. Kochen ohne Knochen), Flyern und Broschüren. Über vegane Wurst, Käse, Kekse bis hin zu Gewürzpasten, Fertigprodukten und Tierfutter kriegt man hier alles. Hat natürlich auch seinen Preis, aber das haben vorzugsweise Ersatzprodukte wie "Käse" und "Wurst" eben an sich.

Obwohl ich in letzter Zeit viele dieser Ersatzprodukte gekauft habe und ausprobiere, werde ich diese in Zukunft nicht mehr bzw. nur noch ausgewählte Produkte kaufen. Ich halte generell auch nicht soviel davon Käse und Wurst einfach durch vegane Alternativen zu ersetzen. Mir fehlt nämlich - außer vielleicht Frischkäse - nicht wirklich etwas; viel mehr versuche ich im Moment einen abwechslungsreichen und vielseitigen Ernährungsplan, und das gilt vor Allem für die Brotzeit, auszuarbeiten.
Dafür will ich einfach wissen, was auf dem Markt angeboten wird und ob es eine wirkliche Alternative ist bzw. ob diese Sachen überhaupt schmecken. Ich möchte eben keine Meinungen über bestimmte Produkte blind von anderen Leuten übernehmen, kann ja doch sein, dass mir etwas entgegen der Empfehlung total gut oder eben gar nicht schmeckt!
Auch muss man bedenken, dass diese Ersatzprodukte eben nicht ganz günstig sind, denn im Vergleich zu der übersubventionierten und dadurch billig gehaltenen Wurst und auch Käse können diese Produkte natürlich nicht mithalten (gäbe es diese Subventionen nicht, würde der Fleischkonsum bestimmt drastisch zurückgehen, da teuer!).

Im Goldene Zeiten habe ich mir also eine kleine Auswahl an veganem Käse mitgenommen
- Wilmersburger Scheiben Classic & Kräuter
- Jeezini Santi
- Tofutti Creamy & Smooth Natur
- Tofutti Scheiblettenkäse - Mozzarella Style

Die genauen Preise habe ich gerade nicht im Kopf, lag aber alles zwischen 3-4 Euro. Außerdem habe ich noch die Cocos Whip (aufschlagbare Sahne) von Soyatoo! mitgenommen (stell ich mir so lecker vor).

Bei Basic-Bio habe ich außerdem noch
- vegane Salat-Mayonnaise in der Tube von Demeter(schmeckt ähnlich wie Salatcreme à la Miracel Whip)
- Papillon-Aufschnitt (Paprikastückchen) von Taifun
- und veganes Joghurt von Provamel (Natur & Pfirsich) gekauft.

Beim Aldi in Köln war das komplette vegetarische Sortiment vertreten (bei uns auf dem "Land" ist das nicht selbstverständlich!). Davon habe ich folgendes mitgenommen:
- Veggie Aufschnitt (aus Tofu & Weizen)
- vegetarischer Gourmet-Aufstrich, Paprika-Cashew (soweit ich mich erinnere auch vegan)

Und schließlich habe ich beim Rewe noch die "Kids Lieblingswurst" von Veggie Life mitgenommen.


Die Salatmayonnaise schmeckt ganz ok. Eben wie andere Salatcreme auch! Der Veggieaufschnitt vom Aldi ist ganz ok, schmeckt etwas rauchig, aber 15 Punkte kann ich dem nicht geben. ;-) Und der Mozzarella Scheiblettenkäse ist irgendwie komisch, schmeckt zwar gut, sieht aber wenn man ihn auf eine Scheibe Toast legt und dann in den Ofengrill schiebt etwas komisch aus beim Schmelzen. Ich schätze das Wasser darin kondensiert und setzt sich dementsprechend ab. Für Sandwichtoast oder generell Sandwiches genial, wenn er im Brötchen ist. :-) Allerdings schon sehr künstlich...

Natürlich werde ich das jetzt nicht alles aufreißen und sofort testen. Da die Sachen sich ja schon länger halten, habe ich davon jetzt auch eine Weile etwas. Ich werde auf jeden Fall berichten!

Samstag, 26. Januar 2013

Eine kleine Wochenzusammenfassung


Neben Hefeschmelz gab es diese Woche noch andere Experimente. Dienstag hatte ich nicht sonderlich viel Lust zu kochen und deshalb gab’s kurzer Hand die veganen Gemüse-Tortellini von Alnatura (Wo kaufen? z.B. bei DM!) mit einer Frühlingsrolle (leider nicht voll-vegan).

Für Leute, die solche Füllungen ohnehin gerne essen super – für Leute wie mich, die starke Käse-Tortellini-Anhänger sind (bzw. waren) keine echte Alternative. Ist nicht so, dass ich kein Gemüse mögen würde, aber diese fertigen Füllungen schmecken mir eben oft nicht (zu viel unterschiedliches Gemüse, zu trocken, zu fad, zu überwürzt, usw.). 

Würde man sowas selber machen mit z.B. nur einer Sorte Gemüse (z.B. Spinat) würde mir das bestimmt sehr gut schmecken – dazu vielleicht noch eine „leichte“ Sahne-Soße (vegan versteht sich ;D), ja das könnte ich mir sehr gut vorstellen. Aber da die Tortellini-Herstellung eben nicht so leicht und schnell von der Hand geht, keine gute Alternative. Tortellini sind nämlich schon fast ein fest etabliertes Fertigprodukt. Schade, eigentlich. Vor ein paar Monaten bekam unser Vater zum Geburtstag selbstgemachte Ravioli, gekocht & angebraten – das war lecker, aber echt ein Akt. Geht bestimmt einfach, wenn man die Übung hat, aber wer hat die schon? 

Bevor das jetzt hier zu Off-Topic (wie kann man soviel über Tortellini labern?!) wird, mein Fazit für die Alnatura Tortellini: geht schnell, ist günstig & schmeckt ganz gut. Und machen ziemlich satt (ist ja Vollkorn!). ;-)


Am Mittwoch gab es besagten Hefeschmelz. Ich weiß nicht, im ersten Moment war er total lecker, aber irgendwie… vielleicht habe ich mich auch einfach überfressen (mussten natürlich 2 Teller Nudeln + reichlich Soße sein…). Hier das Bild meiner „Käse-Nudeln“:


Am Donnerstag hatte ich Lust auf was Schmackhaftes – aber bitte keine Rohkost. Also, was gibt der Kühlschrank her? Raus kam ein Stück Tofu, eine Möhre, eine Zucchini und eine halbe Paprika. Und ich hatte noch etwas Joghurt-Dip. Also, was kann man daraus machen? Jaaa! Einen Wrap! ;-)
Schmeckt aber auch alleine unglaublich lecker. Ich liebe einfach gebratenes Gemüse; die Süße der Paprika, eine etwas herbere Note von Zucchini, karamellisierte Möhren, die unterschiedlichen Texturen des Gemüses, das alles verfeinert mit Soja-Sauce… Mhmmm :-) Perfekt für mich wäre es noch mit Aubergine (statt Zucchini) und ein paar Champignons gewesen!


Gebratenes Tofu-Gemüse

½ Block Tofu
1 Möhre
1 Zucchini
½ Paprika
Soja-Sauce
Öl zum Braten

In einer Pfanne etwas Öl erhitzen. Möhren und Zucchini in dünne Streifen, Paprika in kleine Würfelchen schneiden.

Tofu in kleine Würfel schneiden (man kann ihn sicher auch marinieren, find ich aber hier unnötig) und im heißen Fett von allen Seiten anbraten, sobald die Würfel leicht gold-braun sind, mit Sojasauce ablöschen und die Pfanne etwas schwenken (das Ganze ist eine etwas spritzige Angelegenheit also Vorsicht! Wir haben zu Hause einen Spritzschutz für die Pfanne). Noch ein paar Minuten alleine weiter Braten lassen. Dann zuerst die Möhren hinzufügen, dann Zucchini. Immer wieder schwenken. Als letztes die Paprikawürfel mit hinzugeben. Eventuell auch das Gemüse nochmal mit etwas Soja-Sauce ablöschen (muss aber nicht sein, aber ich liebe Sojasauce!). Alles solange braten, bis die gewünschte Konsistenz erreicht wird (ich mag’s lieber weicher).


Schmeckt super alleine, als warmer Antipasti-Salat à la italienischer Vorspeisenteller oder so (mit oder ohne Tofu), als Füllung für Wraps (mit nachfolgendem Dip), oder natürlich zu Pasta. 
Oder man püriert das Ganze noch und hat eine tolle Sauce bzw. Salsa / Pesto, dann auch gerne auf Brot oder noch besser Focaccia!

Süßer Chili-Yofu-Dip (Mongos-Style)

100 g Sojajoghurt, natur (geht sogar mit Alpro, aber lieber wirklich neutraler)
Prise Salz
Prise Zucker
1-2 EL Süße Chili-Sauce
Salz, Zucker und Chili-Sauce zum Sojajoghurt geben und alles glattrühren.
Fertig! :-)

Am Freitag gab es dann nach der Schule einen Tofu-Burger auf die Schnelle. Dafür einfach Tofu in dünne Scheiben schneiden, mit etwas Öl in der Pfanne anbraten, mit Soja-Sauce ablöschen und von beiden Seiten schön kross braten. Ab damit aufs Burgerbrötchen, mit einem schönen Salatblatt und einer Tomate und einer schönen Soße (z.B. Reste von obigem Dip mit etwas Ketchup vermischt ;D) oder einfach Mayonnaise, Ketchup, Senf was man eben mag…
Die Tofuschnitten machen sich auch gut als Snack oder einfach so auf’s Brot. Ich mag sie auf jeden Fall gerne :-) (Und ist das nicht die Hauptsache?...)

Tofuschnitten (für Burger, Brote oder zum Snacken)

Tofu
Öl
Sojasauce

In einer Pfanne Öl erhitzen. Tofu in dünne Scheiben schneiden, im heißen Öl braten. Mit Sojasauce ablöschen und von beiden Seiten kross anbraten



Freitag, 25. Januar 2013

Hefeschmelz? (Noch?!) nichts für mich.

Am Mittwoch gab's Nudeln und ich hatte keine Lust auf Tomatensoße oder Gemüse, also wollte ich Hefeschmelz ausprobieren. Dieser besteht im wesentlichen aus Margarine, Mehl, Wasser und Hefeflocken. Nun gibt es bestimmt zig unterschiedliche Rezepte; meiner war eher flüssig-cremig, bei anderen sieht er total fest aus.

Man weiß nicht so wirklich ob man ihn lieben oder hassen soll, er schmeckt irgendwie gut... aber irgendwie auch nicht! Macht etwas süchtig, aber mit jedem Bissen geht meine Empfindung eher Richtung "schmeckt mir nicht". Von daher hat sich das Thema (vorerst) für mich erledigt.

Klar, irgendwas käsiges hatte es schon. Aber ich war nicht wirklich überzeugt und werde das Rezept deshalb auch nicht posten. Wer es trotzdem probieren möchte, im Internet kursieren ja Tausende Rezepte. Bis ich jedoch nicht selber ein Rezept gefunden habe oder selbst zusammengebastelt habe, wird auch hier keines erscheinen.

Mein Yofu? Provamel!

Nach meinem Einkauf am Wochenende bei Basic-Bio hatte ich mir einen Sojade-Joghurt und ein 4er-Pack Provamel mitgenommen. Sojade war zwar neutral, hat aber echt penetrant nach Soja geschmeckt. Fand ich persönlich nicht so lecker.

Als ich dann einen Becher Provamel getestet hatte, war ich hin und weg. Der Yofu ist sooooooo lecker! Richtig schön säuerlich, wie richtiger Joghurt, ohne dass man dabei wie bei tierischem Joghurt einen trockenen Mund bekommt. Den hätte ich pur löffeln können - richtig gut. Hatte ihn bisher sowohl süß mit kleingeschnittener Orange als auch herzhaft als Dip mit Chilisauce.

In Zukunft wird es bei mir nur noch Provamel geben, eventuell für Desserts o.Ä. Alpro, weil der hier einfacher zubekommen ist. Aber da der Joghurt ja schon ein paar Wochen hält, kann man sich auch einen kleinen Vorrat kaufen - von daher kein Problem.

Sonntag, 20. Januar 2013

Einmal Mettbrötchen, bitte!

… Mett?! Ja, richtig, Mett.
Davor habe ich mich schon immer gegruselt, weil es so roh war, ich habe es aber trotzdem gerne gegessen. Ich war sehr skeptisch, als ich die ganzen veganen Mettrezepte durchlas. Wie soll man schon aus Puffreis Mett machen? Aber das Ergebnis hat mich total geschockt, es hat wirklich wie Mett geschmeckt und sah auch so aus, bleibt sogar genauso zwischen den Zähnen hängen… ;-) Ich war so geschockt, weil es so authentisch geschmeckt hat, dass ich sogar ein bisschen Bauchschmerzen bekam. Ich musste mir wirklich bewusst machen, dass das kein Mett ist, was ich da esse, sondern Puffreis. Und dann ging’s auch. 

Mein Freund war übrigens total begeistert davon. Da er sich zur Zeit als Vegetarier versucht, kam ihm das Mett und natürlich auch die vegane Lyoner sehr gelegen („Endlich wieder Wurst!“). Er hat es wirklich verschlungen, und bat mich sogar eine Portion davon für ihn zu Karneval zu machen. Den Geschmackstest hat das vegane Reiswaffel-Mett also auf jeden Fall bestanden. Und hier das Rezept:

Veganes Reiswaffel-„Mett“
für eine kleine Portion

25 g Reiswaffeln (ca. 3 Stück)
1 EL Tomatenmark
100 ml Wasser
1 gestr. TL Salz
Pfeffer
Paprikapulver

Die Reiswaffeln in einer Schüssel möglichst klein zerbröseln - umso feiner die Brösel, desto feiner auch das Mett.  Das Wasser mit dem Tomatenmark und dem Salz mischen, mit Pfeffer und Paprikapulver würzen (mit dem Pfeffer etwas vorsichtig würzen, lieber nachwürzen, bevor es zu sehr nach Pfeffer schmeckt). Das Gemisch über die Reiswaffeln geben und alles mit einem Löffel gut vermengen. Die Reiswaffeln saugen sich sehr schnell voll.


Kostenpunkt ca. 0,20€ pro Portion, wenn man davon ausgeht, dass man Tomatenmark und die Gewürze immer da hat, Zeitaufwand ca. 5 Minuten und sofort genießbar.